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Cadillac CT4-V Blackwing vs Dodge Charger SRT Hellcat: American Thunder, unterschiedliche Nuancen

Performance-Daten: Rundenzeiten sprechen für sich

Weder der Cadillac CT4-V Blackwing noch der Dodge Charger SRT Hellcat sind etwas für Zurückhaltung – aber wie sie ihre Geschwindigkeit auf die Strecke bringen, unterscheidet sich so grundlegend wie Bourbon und Rye. Beide sind unverkennbar amerikanisch, setzen auf Hinterradantrieb und strotzen nur so vor Leistung. Doch ihr Weg zur Dominanz auf dem Track könnte unterschiedlicher kaum sein. Auf dem Papier überragt der Hellcat mit 717 PS und 881 Nm Drehmoment den Blackwing, der mit 472 PS und 603 Nm antritt. Wie die Rundenzeiten von LapMeta zeigen, sagen rohe Zahlen aber noch nichts über das tatsächliche Tempo auf der Strecke aus.

Auf dem Virginia International Raceway - Grand West Course fuhr der CT4-V Blackwing eine 2:54.6 (Serie) – satte 8,9 Sekunden schneller als der Charger SRT Hellcat mit seiner 3:03.5 (ebenfalls Serie). Das ist kein Abstand, der auf einen verpassten Scheitelpunkt oder einen heißen Tag zurückzuführen wäre – hier offenbart sich eine Kluft, die auf grundlegende Unterschiede im Fahrwerkslayout, in der Gewichtsverteilung und in der Kraftübertragung hinweist.

Auch der Big Willow-Kurs von Willow Springs erzählt eine ähnliche Geschichte. Der CT4-V Blackwing, diesmal mit leicht modifiziertem Setup, setzt eine 1:30.97 – beeindruckende 8,03 Sekunden vor dem Charger mit 1:39. Wieder verwandelt der Cadillac weniger Leistung und weniger Drehmoment in deutlich mehr Tempo auf der Strecke – ein klares Indiz für das niedrigere Leergewicht von 3860 lbs (gegenüber 4586 lbs beim Dodge) und das agilere Chassis.

Engineering-Fokus: Finesse trifft auf rohe Gewalt

Und was passiert unter dem Blechkleid? Der CT4-V Blackwing ist ein Paradebeispiel für Balance: Vorn ein Biturbo-V6, der die Hinterräder antreibt; das Gesamtpaket bleibt dabei kompakt, präzise und lebendig in Kurven. Cadillacs Fokus auf Fahrwerksabstimmung, exaktes Lenkgefühl und konsequentes Gewichtmanagement verschafft dem Blackwing besondere Vorteile, wenn der Asphalt sich windet. Dieses Auto ist gebaut für Grip, Rückmeldung und Dauerleistung – es belohnt sowohl den analytischen Fahrer als auch den ambitionierten Rundenjäger.

Der Charger SRT Hellcat dagegen ist purer Kraftprotz. Sein aufgeladener 6,2-Liter-V8 entfesselt ein Drehmoment-Gewitter, das in geraden Stücken geradezu berauschend ist. Doch mit fast 4600 lbs kämpft der Hellcat in Kurven immer gegen die Physik. Das Chassis basiert auf einer Plattform, die ursprünglich mehr auf Komfort als auf Performance ausgelegt war. Und so sehr Dodge am Setup gefeilt hat – ganz verstecken lässt das hohe Gewicht sich nicht, wenn der Wagen auf der Strecke gefordert wird.

Preis, Zielgruppe und Tuning-Potenzial

Die Listenpreise sowie die aktuellen Marktwerte ergeben ein interessantes Bild: Der CT4-V Blackwing startet in der Regel im mittleren $60.000er-Bereich, während der Charger Hellcat – vor allem mit Extras oder als limitierte Version – oft sogar noch höher gelistet wird. Die Gebrauchtpreise schwanken bei beiden, wobei der Kultstatus des Hellcat die Preise hoch hält. Gleichzeitig ist die Seltenheit des Blackwing und sein wachsender Ruf unter Kennern ein Argument dafür, dass sein Wert künftig noch steigen dürfte – vor allem für Enthusiasten, die nach einem fahraktiven Werkzeug suchen.

Für Trackday-Fahrer oder Piloten, die feines Handling schätzen, gibt es kaum Alternativen zum Blackwing. Seine Rundenzeiten sind nicht nur schnell für eine sportliche Limousine – sie kratzen bereits an Sportwagenwerten, und die Plattform reagiert hervorragend auf moderate Modifikationen. Der Hellcat dagegen bedient die Leistungshungrigen: Burnout-Könige, Fahrer, die jeden Auffahrtsstreifen zum Ereignis machen wollen. Hier geht es weniger ums Zehnteljagd, sondern um den unmittelbaren Adrenalinschub von Beschleunigung und Präsenz.

Kurzum: Auch wenn sich der Hellcat mit aufwendigen Modifikationen und griffigeren Reifen zur Rennmaschine umbauen lässt, ist der CT4-V Blackwing bereits ab Werk der überlegene Track-Performer. Die Ingenieurskunst des Cadillac schlägt sich in Rundenzeiten nieder, die den Hellcat stets im Rückspiegel lassen – egal, wie viel Muskeln der Dodge auch auffährt. Wer auf Präzision und Bestzeiten aus ist, wird vom Blackwing belohnt; wer den Boden zum Beben bringen will, bleibt beim Hellcat – eine waschechte amerikanische Ikone.

Letztmals aktualisiert: Mar 27, 2026

Spezifikationen

Spezifikationen Cadillac CT4-V Blackwing CT4-V Blackwing Dodge Charger SRT Hellcat Charger SRT Hellcat
Modelljahre 2022-2024 2016-2022
Pferdestärken 472 717
Drehmoment (N_M) 603 881
Zwangsinduktion Ja Ja
Gewicht (KG) 1,751 2,080
Leistung/Gewicht 0.27 0.34
Rank #156 -
Bereifung 300 PILOT SPORT 4S
255/35/18 / 275/35/18
220 P-ZERO
305/35/20
Motorbeschreibung 3.6L DOHC V-6 Twin-Turbocharged DI VVT supercharged 6.2-liter V8
Getriebe 6-SPEED 8-SPEED AUTOMATIC
Antrieb Typ RWD RWD
Radstand (MM) 2769 3048
Breite (MM) 1814 1989
Länge (MM) 4765 5105
Höhe (MM) 1422 1463
0 - 60 MPH 4.8 SECs 3.5 SECs
Höchstgeschwindigkeit (KPH) 304 327
Preis MSRP $ 62,890 $ 90,060
Aktueller Wert $ 85,000 $ 90,060
Gesamt- vs Durchschnitts-Rundenzeiten +17.78s +1.03s

Cadillac CT4-V Blackwing CT4-V Blackwing — Lap Times vs Average

Laufflächenabnutzung/MOD LEVEL Serienklasse/Leichtbauklasse S/L Mittel M Schwer/Rennen S/R
>200 +4.15s +3.18s
141–200 +1.65s +0.7s
100–140 +1.65s
0–99

Dodge Charger SRT Hellcat Charger SRT Hellcat — Lap Times vs Average

Laufflächenabnutzung/MOD LEVEL Serienklasse/Leichtbauklasse S/L Mittel M Schwer/Rennen S/R
>200
141–200
100–140 -5.89s
0–99
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