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Wer ist schneller?

Der McLaren 720S Spider ist schneller — im Schnitt 0.6s flotter über 8 gemeinsame Strecken.

Porsche 991.2 GT3 RS vs McLaren 720S Spider: Datengetriebene Track-Titanen im Duell

Wenn es um Performance auf der Rennstrecke in Kombination mit echtem Supercar-Charisma geht, liefern nur wenige Vergleiche so klare Erkenntnisse wie das Aufeinandertreffen des Porsche 991.2 GT3 RS mit dem McLaren 720S Spider. Beide Fahrzeuge gehören zur absoluten Traumgarage, doch ihr Weg zur Vormachtstellung bei den Rundenzeiten könnte kaum unterschiedlicher sein. Heute tauchen wir tief in die Daten von LapMeta ein und vergleichen nicht nur pure Zahlen, sondern analysieren, was diese für Fahrer, Enthusiasten und Trackday-Fans bedeuten.

Direktvergleich: Rundenzeiten-Battle

Auf dem Papier bringt der McLaren 720S Spider einen mächtigen Vorteil mit: 720 PS und ein wahres Drehmoment-Gewitter aus dem Turbomotor (770,1 Nm), während der Porsche mit 520 PS und seinem frei drehenden 4,0-Liter-Saug-Boxer auskommt. Doch die Rundenzeitdaten erzählen eine differenzierte Geschichte.

- Auf dem Atlanta Motorsports Park - CCW stürmte der Porsche 991.2 GT3 RS im Serien-Trimm mit 1:25 zur Spitze – satte 5,28 Sekunden schneller als der serienmäßige McLaren 720S Spider mit 1:30.28. Ein deutliches Ausrufezeichen, das auf das messerscharfe Fahrwerk und die kompromisslose Traktion des Porsche hinweist. - Auf dem Circuit Mont-Tremblant - CW war der Porsche, mittlere Modifikationen vorausgesetzt, mit 1:47 erneut 5 Sekunden schneller als der serienmäßige McLaren mit 1:52 – und untermauert damit konsequent seinen Ruf als Präzisionswerkzeug auf dem Rundkurs. - Auch der McLaren weiß sich zu behaupten: Auf dem Podium Club - CW fuhr ein leicht modifizierter 720S Spider eine 1:34 und lag damit 3,36 Sekunden vor dem serienmäßigen Porsche (1:37.36). Auf den langen Geraden und schnellen Kurven des Circuit of the Americas - COTA - CCW zeigt sich das pure Leistungsvermögen des McLaren: Serienmäßig stehen hier 2:14.9 zu Buche – und damit 2 Sekunden schneller als der mittelmodifizierte Porsche (2:16.9).

Das Muster ist klar: Auf technisch anspruchsvollen, fahrwerksorientierten Strecken hat der Porsche die Nase vorn – so auch am Laguna Seca (1:29.602 vs 1:31, Porsche um 1,398 Sekunden schneller), Apex Motor Club I (Porsche um 0,9s) und Chuckwalla Valley Raceway (Porsche um 0,16s). Doch wo eine Strecke rohe Leistung und hohe Fahrstabilität belohnt, macht die Turbodynamik des McLaren verlorene Zeit wieder wett.

Ingenieursphilosophie: Saugmotor-Präzision vs. Turbo-Gewalt

Der Porsche 991.2 GT3 RS verkörpert Motorsport-Purismus in Reinform. Seine 9000 U/min Redline und das einzigartige Heckmotor-Balancegefühl sorgen für ein Fahrerlebnis, das taktile Rückmeldung und Rundenzeit-Fokus perfekt vereint. Die Zahlen bestätigen den Eindruck: 1431 kg Leergewicht und ein Pace-Vergleich von -0,88 % gegenüber dem Durchschnitt, ermittelt über 289 Runden von 183 unterschiedlichen Fahrern – eine Hommage an seine Zugänglichkeit und Konstanz in kundigen Händen.

Der McLaren 720S Spider hingegen ist der Inbegriff des modernen, turboaufgeladenen Kraftpakets. Mit seinem 4,0-Liter-Biturbo-V8 und dem federleichten (für einen Roadster) Chassis mit 1473 kg, tritt er mit der Brechstange im Trackday-Ballroom an. Dennoch liegt seine Pace vs. Average bei +2,39 % und mit nur 4 dokumentierten Runden von 6 Fahrern ist die Datengrundlage dünner – möglicherweise, weil die meisten Besitzer nicht auf Zehnteljagd beim regionalen Trackday gehen oder die Limits dieses Supersportlers am absoluten Limit nicht jedermanns Sache sind.

Beide Fahrzeuge verfügen über Hinterradantrieb, doch Motorkonzept und Leistungsentfaltung sorgen für gänzlich unterschiedliche Charaktere. Der im Heck positionierte Boxer verhilft dem Porsche zu legendärem Vorwärtsdrang aus engen Kehren, wohingegen das Mittelmotor-Turbo-Konzept des McLaren auf den Geraden und bei schnellen Kurvenausgängen glänzt.

Besitz, Wertentwicklung und Zielgruppe

Der Porsche GT3 RS ist nicht nur Waffe für die Rennstrecke, sondern auch eine alltagstaugliche Ikone. Der Neupreis lag bei rund 180.000 Dollar, die Werte haben sich stabil gehalten oder sind sogar gestiegen – insbesondere, weil der 991.2 mit seinem Saugmotor ein Auslaufmodell darstellt. Tuning-Möglichkeiten gibt es zuhauf, doch schon im Serienzustand ist der Porsche ein Rundenrekordjäger. Wartung ist (für einen Porsche) unkompliziert, die laufenden Kosten – wenngleich nicht niedrig – wesentlich günstiger als bei echten Exoten.

Der McLaren 720S Spider stellt mit einem Listenpreis jenseits der 315.000 Dollar eine andere Kategorie dar. Carbon-Monocoque, komplexer Klappdachmechanismus und schier endlose Beschleunigung machen ihn ebenso sehr zum Statement wie zur Performance-Waffe. Die Gebrauchtpreise sind mittlerweile weicher geworden, aber niemand sonst verbindet diese Dramatik mit offener Fahrfreude. Auf der Rennstrecke ist der 720S spektakulär schnell, doch um sein Potenzial auszuschöpfen, braucht es Mut, ausreichend Budget für Reifen & Bremsen – und die Bereitschaft, am Limit zu tanzen.

Für den ambitionierten Track-Enthusiasten ist der Porsche ein Präzisionsinstrument, das die Hand des Fahrers in schnelle Rundenzeiten auf technischen Strecken übersetzt – und das immer wieder, selbst gegen deutlich stärkere Gegner. Für den Connaisseur, der das ganz große Kino, Exklusivität und den Adrenalinkick des Turbos sucht – dazu noch das Cabrio-Feeling – ist der McLaren 720S Spider konkurrenzlos.

Fazit: Das richtige Werkzeug für die richtige Strecke

Die Daten von LapMeta belegen eindeutig: Der Porsche 991.2 GT3 RS ist ein wahrer Überflieger, dem der McLaren 720S Spider auf technischen Kursen häufig deutlich unterlegen ist – oft trotz weniger Leistung, mehr Gewicht oder schmälerer Bereifung. Doch wo die Geraden lang und die Kurven schnell sind, kommt das Temperament des McLaren mit seinem Turbo-Motor und der exotischen Technik voll zur Geltung und er liefert die versprochene Performance ab.

Die Wahl zwischen diesen beiden ist weniger die Frage nach “besser”, sondern vielmehr, welches Konzept zur eigenen Vorstellung der perfekten Runde passt. Wer Feedback am Grenzbereich, maximale Verlässlichkeit im Track-Einsatz und eine puristische Verbindung zum Asphalt sucht – für den bleibt der GT3 RS das Maß der Dinge. Wer aber bei jedem Gasstoß ein Spektakel, Cabrio-Feeling und einen echten Supercar-Auftritt genießen will, findet im 720S Spider die perfekte Eintrittskarte

Letztmals aktualisiert: Mar 14, 2026

Spezifikationen

Spezifikationen Porsche 991.2 GT3 RS 991.2 GT3 RS McLaren 720S Spider 720S Spider
Modelljahre 2018-2019 2018-2023
Pferdestärken 520 720
Drehmoment (N_M) 469 770
Gewicht (KG) 1,430 1,473
Leistung/Gewicht 0.36 0.49
Rank #18 #11
Bereifung 80 PILOT SPORT CUP 2R
245/35/20 / 305/30/20
60 P ZERO™ TROFEO R
245/35/19 / 305/30/20
Motorbeschreibung 4.0L NA flat-6, 9000 RPM redline 4.0L twin-turbo V8 (M840T)
Antrieb Typ RWD RWD
Radstand (MM) 2456 2670
Breite (MM) 1852 2060
Länge (MM) 4562 4544
Höhe (MM) 1270 1194
0 - 60 MPH 3 SECs 2.6 SECs
Höchstgeschwindigkeit (KPH) 311 341
Preis MSRP $ 188,550 $ 310,500
Aktueller Wert $ 215,000 $ 280,000
Gesamt- vs Durchschnitts-Rundenzeiten -7.74s -8.07s

Porsche 991.2 GT3 RS 991.2 GT3 RS — Lap Times vs Average

Laufflächenabnutzung/MOD LEVEL Serienklasse/Leichtbauklasse S/L Mittel M Schwer/Rennen S/R
>200 -5.75s -6.98s
141–200 -6.02s -6.98s -10.21s
100–140 -6.02s -6.98s -10.82s
0–99 -7.7s -8.5s -11.14s

McLaren 720S Spider 720S Spider — Lap Times vs Average

Laufflächenabnutzung/MOD LEVEL Serienklasse/Leichtbauklasse S/L Mittel M Schwer/Rennen S/R
>200
141–200 -7.87s
100–140 -8.72s
0–99 -8.72s
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