Der Suzuki Swift Sport ZC33S ist schneller — 7s schneller im Durchschnitt über 3 gemeinsame Strecken.
Hyundai i20N vs Suzuki Swift Sport ZC33S: Hot Hatchback-Duell auf der Rennstrecke
Im Kosmos der kompakten Hot Hatches gibt es kaum eine Rivalität, die so spannend ist wie jene zwischen dem Hyundai i20N und dem Suzuki Swift Sport ZC33S. Beide Fahrzeuge bieten einen attraktiven Einstieg in die Welt der Trackdays für überschaubares Geld, verfolgen bei Performance, Technik und Preis-Leistung aber ganz eigene Ansätze. Werfen wir mithilfe realer Rundenzeiten und technischer Daten von LapMeta.com einen genaueren Blick auf diesen Vergleich.
Technik-Daten: Turbo-Vierzylinder mit eigenständigem Charakter
Rein auf dem Papier fährt der Hyundai i20N einen deutlichen Leistungsvorsprung heraus: 204 PS und 273,88 Nm generiert der agile 1,6-Liter-Turbo-Theta-Vierzylinder. Im Swift Sport ZC33S arbeitet ein 1,4-Liter-Boosterjet-Turbo-Vierzylinder mit 140 PS und 229,13 Nm. Doch der Suzuki kontert mit einem signifikant geringeren Leergewicht—bei 2302 lbs gegenüber den 2689 lbs des Hyundai—was sich vor allem auf winkligen Kursen entscheidend auf Handling und Beschleunigung auswirkt.
Beide Fahrzeuge setzen auf Hinterradantrieb, was in dieser Klasse eher untypisch ist und für ein lebendiges, fahraktives Handling sorgt. Der i20N spricht mit seiner stärkeren Motorisierung all jene an, die Wert auf Durchzug und Punch legen, während das leichte Chassis des Swift Sport speziell agile Fahrer begeistert, die sich an einem messerscharfen und spielerischen Fahrverhalten erfreuen.
Rundenzeiten: Kopf-an-Kopf auf ikonischen Kursen
Die Daten von LapMeta.com zeichnen ein nuanciertes Bild dieses Duells auf der Rennstrecke. Auf dem Nürburgring - BTG, einer der anspruchsvollsten Strecken überhaupt, gelingt dem Swift Sport ZC33S ein Überraschungserfolg. In stark modifiziertem Zustand fährt der Suzuki eine 7:46.2 und hängt den i20N (leicht modifiziert) mit dessen 8:06 um satte 19,8 Sekunden ab. Auch wenn Tuning-Umfang und Reifenvarianten ihren Anteil haben, unterstreicht dieses Ergebnis eindrucksvoll das Potenzial des Leichtbaus beim Swift—ein Grund, warum er unter Trackday-Fans Kultstatus genießt und dafür bekannt ist, dass man mit entsprechendem Setup jede Zehntelsekunde herauskitzeln kann.
Ganz anders präsentiert sich das Bild auf dem Circuito del Jarama - CW. Hier macht der Hyundai i20N im Serienzustand ernst und setzt mit einer 1:56.23 eine klare Marke vor dem mittelmäßig modifizierten Swift, der eine 1:57.63 fährt—ein deutlicher Vorsprung von 1,4 Sekunden zugunsten des Hyundai. Das zeigt: Direkt ab Werk liefert der i20N ein ausgesprochen fahrerfreundliches, konstantes Performance-Fenster—gerade für all jene, die ihr Auto weitgehend original bewegen möchten.
Preis-Leistung, Technik und Zielgruppe
Der Hyundai i20N tritt als preislich attraktiver Hot Hatch auf, der europäische Wettbewerber nicht selten beim Listenpreis unterbietet und ab Werk eine umfangreiche Serienausstattung bietet. Dank sportlicher Abstimmung ist er ab Werk uneingeschränkt tracktauglich—perfekt für Puristen, die möglichst wenig schrauben wollen und sofort fahren möchten.
Der Suzuki Swift Sport ZC33S ist dagegen seit jeher der Liebling ambitionierter Hobbyschrauber—eine perfekte Basis für individuelle Umbauten. Seine geringere Motorleistung wird durch das extreme Leichtgewicht und das fahrdynamisch präzise, verspielte Heck mehr als wettgemacht. Für Tuning-Fans ist der Swift ein günstiges Projekt, das mit entsprechenden Upgrades auch deutlich leistungsstärkere Fahrzeuge verblüffen und schlagen kann.
Beide setzen auf Hinterradantrieb und klassische Fahrdynamik, doch die Charaktere divergieren: Der i20N ist der Allrounder, der Sicherheit und Vielseitigkeit liefert, während der Swift Sport das Fahrwerksskalpell ist—weniger fehlerverzeihend, aber mit maximaler Rückmeldung für Enthusiasten, die Leichtbau-Minimalismus in Reinkultur suchen.
Fazit: Zwei Wege ins Hot-Hatch-Paradies
Wer einen sofort einsatzbereiten Trackday-Helden mit Werksgarantie und beeindruckendem Out-of-the-Box-Tempo sucht, kommt am Hyundai i20N kaum vorbei. Doch wer sein Auto als Projekt sieht und es liebt, mit einem Leichtbau und gezieltem Tuning stärkere Rivalen auszubremsen, wird am Suzuki Swift Sport ZC33S weiterhin eines der lohnendsten Underdog-Konzepte im Hot-Hatch-Segment finden.
So oder so beweisen beide Modelle: Spannende Rundenzeiten sind nicht mehr nur Supersportwagen vorbehalten—sie gehören allen, die Leidenschaft, fahrerisches Können und die Liebe zu kurvigen Strecken mitbringen.
Spezifikationen
| Spezifikationen | Hyundai i20N i20N | Suzuki Swift Sport ZC33S Swift Sport ZC33S |
|---|---|---|
| Modelljahre | 1901-2024 | 2017-2023 |
| Pferdestärken | 204 | 140 |
| Drehmoment (N_M) | 274 | 229 |
| Gewicht (KG) | 1,220 | 1,044 |
| Leistung/Gewicht | 0.17 | 0.13 |
| Rang | #279 | #269 |
| Bereifung |
220 P-ZERO
215/40/18 |
240 CONTISPORTCONTACT 5P
195/45/17 |
| Motorbeschreibung | 1.6L turbo I4 (Theta) | 1.4L turbo I4 (Boosterjet) |
| Getriebe | 6-SPEED MANUAL | 6 SPEED MANUAL |
| Antrieb Typ | FWD | FWD |
| Radstand (MM) | 2580 | 2450 |
| Breite (MM) | 1775 | 1735 |
| Länge (MM) | 4075 | 3890 |
| Höhe (MM) | 1440 | 1480 |
| 0 - 60 MPH | 6.4 SECs | 8.1 SECs |
| Höchstgeschwindigkeit (KPH) | 229 | 211 |
| Preis MSRP | $ 33,490 | $ 12,290 |
| Aktueller Wert | $ 29,000 | $ 18,000 |
| Gesamt- vs Durchschnitts-Rundenzeiten | +5.65s | +4.06s |
Hyundai i20N i20N — Rundenzeiten vs. Durchschnitt
Rundenzeiten
| Strecken Name | i20N i20N | Swift Sport ZC33S Swift Sp… | Differenz | Mod | Laufflächenabnutzung TW | Video |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nürburgring (BTG) | 8:06 | 7:46.2 | +19.8 | Light / Heavy | 100 / 100 | |
| Circuito del Jarama (CW) | 1:56.23 | 1:57.63 | -1.4 | Stock / Med | 240 / 240 | |
| Cremona Circuit (Current) | 1:54.7 | 1:52.2 | +2.5 | Med / Heavy | 100 / 200 | ▶ VS ▶ |