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Welcher ist schneller?

Der McLaren 570S GT4 ist schneller — 2.6s schneller im Durchschnitt über 7 gemeinsame Strecken.

Porsche 981 GT4 Clubsport vs McLaren 570S GT4: Track-Titanen im Duell

Performance-Daten und Rundenzeiten im Vergleich

Wer den Porsche 981 GT4 Clubsport gegen den McLaren 570S GT4 stellt, vergleicht nicht einfach Marken oder Herkunft – hier treffen zwei kompromisslose Rennstrecken-Maschinen aufeinander, jede bis ins Detail für die GT4-Klasse entwickelt. Die Leistungsdaten sprechen für sich: Der Porsche bringt 385 PS aus seinem frei saugenden Sechszylinder-Boxer und wiegt lediglich 2900 lbs. Der McLaren kontert mit satten 561 PS aus einem Biturbo-V8, ist mit 3439 lbs aber deutlich schwerer. Beide setzen auf Heckantrieb, doch ihr Charakter auf der Strecke wird mindestens ebenso stark von der jeweiligen Ingenieursphilosophie wie von der reinen Leistung geprägt.

Kommen wir zu den Fakten: den Rundenzeiten. Über mehrere ikonische Strecken hinweg hat der McLaren meist die Nase vorn. Auf dem legendären Circuit de Spa-Francorchamps - SPA legte der 570S GT4 eine beeindruckende 2:31.77 (sogar im Serien-Setup) hin und war damit satte 6,6 Sekunden schneller als der Porsche mit seiner besten, rennfertigen Zeit von 2:38.386. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Laguna Seca - Pre 2023: Hier schlägt der McLaren im Renntrimm mit 1:30.9 die 1:33.79 des Porsche um fast drei Sekunden.

Doch der Porsche schlägt zurück: In Laguna Seca - Current setzt er eine 1:33.093 – über 1,5 Sekunden schneller als der McLaren mit 1:34.61. Gerade auf winkligen, technisch anspruchsvollen Kursen kann der 981 GT4 Clubsport sein Leichtgewicht und die Mittelmotorauslegung ausspielen; hier zählt Agilität oft mehr als bloße Power. Auf dem Circuit Zandvoort - GP Circuit CW hingegen holt der McLaren mit 1:46.867 einen knappen Vorsprung heraus und schlägt den Porsche (1:47.817) um weniger als eine Sekunde.

Das Muster? Auf schnellen, leistungsbetonten Strecken bringt der Biturbo-Schub des McLaren Vorteile, die nur schwer auszugleichen sind. Doch auf Kursen, die Balance und Wendigkeit belohnen, holt der Porsche entscheidende Zehntel – oder volle Sekunden – zurück.

Technik im Vergleich und Fahrverhalten

Das Motorlayout ist einer der auffälligsten Unterschiede: Der frei saugende 3,8-Liter-Sechszylinder des Porsche sitzt mittig im Fahrzeug und sorgt für messerscharfes Einlenken und exzellente Rotationsfähigkeit – ein Vorteil, den erfahrene Fahrer insbesondere in mittel- und langsamen Kurven optimal nutzen können. Sein Gewichtsvorteil – rund 540 lbs weniger als der McLaren – macht sich direkt in den Bremszonen und beim Kurvengrip bemerkbar. Der 981 GT4 Clubsport punktet zudem mit einem extrem gutmütigen Chassis und sanft ansteigenden Grenzbereichen und ist deshalb bei Clubracern und Trackday-Fahrern gleichermaßen beliebt – als schnelle, unkomplizierte Gesamtlösung.

Demgegenüber sitzt der V8 des McLaren zwar ebenfalls hinter dem Fahrer, allerdings weiter hinten, und die zusätzliche Leistung (sowie das Turbodrehmoment) verwandeln ihn auf den Geraden in ein Geschoss. Der 570S GT4 fordert seine Reifen stärker und punktet mit einem extra steifen Chassis, das bei hohem Tempo chirurgische Präzision ermöglicht. Das große Gewicht macht ihn jedoch weniger verzeihend, wenn der Kurveneingang misslingt; Reifenmanagement über den Stint wird zu einer echten Herausforderung. Der McLaren ist ganz klar das Werkzeug für Fahrer, die kompromisslos auf Rundenrekorde aus sind – vorausgesetzt, sie können das volle Potenzial auch abrufen.

Preis, Kundentyp und Tuningpotenzial

Die beiden Boliden sprechen verschiedene Fahrertypen an. Der Porsche 981 GT4 Clubsport begeistert Puristen: er ist vergleichsweise erschwinglich (in Anschaffung wie Unterhalt) und gilt als Maßstab in Sachen Zuverlässigkeit und Fahrerlebnis. Schon ab Werk ist er eine echte Waffe auf der Strecke; mit wenigen, gezielten Upgrades bewegt er sich leistungsmäßig bereits weit oberhalb seiner Preisklasse. Auch die Restwerte sind dank limitierter Stückzahlen und des GT-Rufs von Porsche bemerkenswert stabil.

Der McLaren 570S GT4 hingegen ist zugleich Statement und Präzisionswerkzeug. Während die ursprüngliche UVP deutlich über der des Porsche lag, ist er inzwischen durch die Wertentwicklung etwas greifbarer geworden – die Unterhalts- und Ersatzteilkosten bleiben aber ganz klar im Supercar-Bereich. Für Teams und Einzelkämpfer, die im Fahrerlager auffallen und bereit sind, für Exklusivität zu zahlen, bietet der McLaren eine Performance, an der kaum jemand vorbeikommt – vor allem, wenn die Stoppuhr das letzte Wort hat.

Das Fazit: Wer ein gutmütiges, berechenbares und im Unterhalt vernünftiges Tracktool sucht, findet im Porsche 981 GT4 Clubsport den perfekten Begleiter. Wer mit maximalem Anspruch auf Bestzeit unterwegs ist – und das Können (sowie Budget) mitbringt – wird im McLaren 570S GT4 nichts vermissen. Über alle Strecken hinweg ist das reine Tempo des McLaren beeindruckend, doch der Porsche zeigt: In den richtigen Händen und auf der passenden Strecke kann weniger manchmal mehr sein.

Letztmals aktualisiert: May 27, 2026

Spezifikationen

Spezifikationen Porsche 981 GT4 Clubsport 981 GT4 Clubsport McLaren 570S GT4 570S GT4
Modelljahre 2016-2019 2017-2018
Pferdestärken 385 561
Drehmoment (N_M) 420 443
Gewicht (KG) 1,315 1,425
Leistung/Gewicht 0.29 0.39
Rang #27 #29
Bereifung 1 P ZERO RACING SLICKS
25/640/18 / 27/680/18
40 P ZERO DH SLICKS
245/645/18 / 305/680/18
Motorbeschreibung DOHC 24-valve 3.8-liter H-6 3.8-litre/Twin Turbo V8
Getriebe RIGIDLY MOUNTED SIX-SPEED PDK-GEARBOX (DCT, DUAL CLUTCH TRANSMISSION) 7-SPEED GRAZIANO SSG DUAL-CLUTCH
Antrieb Typ RWD RWD
Radstand (MM) 2482 2670
Breite (MM) 1816 1915
Länge (MM) 4437 4529
Höhe (MM) 1267 1201
0 - 60 MPH 4 SECs 3.8 SECs
Höchstgeschwindigkeit (KPH) 295 295
Preis MSRP $ 165,000 $ 179,991
Aktueller Wert $ 150,000 $ 134,000
RENNEN Ja Ja
Gesamt- vs Durchschnitts-Rundenzeiten -7.53s -8.27s
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