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Honda Civic EK vs Honda Civic V EG3: Generationen-Rivalen auf der Rennstrecke

Im Bereich des Breitensports gibt es kaum eine Plattform, die so geschätzt und zugleich so kontrovers diskutiert wird wie der bescheidene Honda Civic. Heute lassen wir die sechste Generation, den Honda Civic EK, gegen seinen leichteren, älteren Bruder, den Honda Civic V EG3 der fünften Generation, antreten. Beide Fahrzeuge haben ihren festen Platz in der Kompaktszene - aber wie schlagen sie sich, wenn die Stoppuhr zu laufen beginnt? Wir nehmen ihre Leistungsdaten, Rundenzeiten und technische Gene unter die Lupe, um herauszufinden, welches Civic-Erbe am stärksten glänzt.

Rundenzeiten: Zahlen, die Geschichten erzählen

Trotz ihrer gemeinsamen Wurzeln bringen der Civic EK und der Civic V EG3 ganz unterschiedliche Charaktere auf die Strecke. Zeit, sich den harten Fakten zu widmen – denn auf LapMeta herrscht die Rundenzeit.

Am Tor Łódź - CCW traten beide Fahrzeuge in stark modifizierten Ausbaustufen an. Der EK stoppte die Uhr bei 56 und distanzierte den EG3 mit 59.935 um fast 4 Sekunden. Der stärkere Motor des EK (1,6l vs. 1,3l) und das höhere Drehmoment (131,51 Nm vs. 101,69 Nm) brachten auf diesem technischen, kurvigen Kurs klare Vorteile – dort, wo Antritt und Beschleunigung aus engen Kehren zählen.

Das Blatt wendet sich jedoch auf dem Chang International Circuit - Buriram - Full CW. Hier setzte der, weiterhin radikal aufgebaute, EG3 mit 1:54.7 eine Marke, die den EK mit 1:57.725 um über 3 Sekunden distanzierte. Auf dem längeren, schnelleren Kurs zählt Agilität und Schwung – Qualitäten, bei denen das niedrige Leergewicht von 2006 lbs den leistungsstärkeren, aber schwereren EK aussticht.

Zurück auf dem Bira Circuit - CW liefen beide Civics erneut im stark modifizierten Zustand. Der EK setzte eine 1:07.8 und war damit fast 3 Sekunden schneller als der EG3 mit 1:10.6 – ein klares Indiz für das breitere Drehzahlband und das robustere Leistungspotenzial des EK.

Das Fazit? Der EK trägt insgesamt meist die Nase vorn – dank der höheren Leistung (92 PS vs. 74 PS) und des stärkeren Drehmoments. Doch auf schnellen, flüssigen Strecken kann der federleichte EG3 zurückschlagen, vorausgesetzt, er ist entsprechend kompromisslos aufgebaut.

Ingenieur-Genetik: Wo jeder Civic seinen Takt findet

Sowohl der EK als auch der EG3 nutzen einen vorne eingebauten, saugroßen Reihenvierzylinder – eine echte Honda-Tradition. Auffällig: Für diese Auswertung wurden beide als RWD-Umrüstungen gefahren, fernab der serienmäßigen FWD-Architektur. Das verändert das Fahrverhalten fundamental. RWD-Civics sind außergewöhnlich und meist das Ergebnis ambitionierter Umbauten – sie bieten ein präziseres Einlenkverhalten und ermöglichen eine ausgewogenere Balance am Kurvenausgang, ein Vorteil, der vor allem erfahrenen Piloten entgegenkommt.

Im Civic EK arbeitet der D16Y8 mit 92 PS und 131,51 Nm. Das Auto ist mit 2520 lbs kein Leichtgewicht, profitiert jedoch von besserer Steifigkeit und einem weiterentwickelten Fahrwerk. Der EK verzeiht viel, bleibt aber fordernd und belohnt mit hohem Tempo – eine „Momentum-plus“-Plattform, die mit den richtigen Mods beeindruckende Zeiten bringen kann.

Der EG3 hingegen ist Honda-Oldschool pur: 2006 lbs Leergewicht, der 1,3l D13B2 leistet 74 PS. Weniger Power, weniger Masse – der EG3 ist das Skalpell im Werkzeugkasten. Er verlangt nach Präzision und flüssiger Fahrweise, besonders auf Kursen, auf denen weniger Leistung mit hoher Kurvengeschwindigkeit kompensiert werden kann.

Beide sind attraktive Einstiege in den Club-Rennsport. Der EK profitiert vom moderneren Chassis und einer größeren Aftermarket-Szene und gilt daher oft als die ernsthaftere Basis. Die Stärke des EG3 liegt im kompromisslosen Purismus und Leichtbau.

Alltag, Wert und die Enthusiasten-Formel

Für trackday-begeisterte Sparer bieten beide Civics überzeugenden Gegenwert. Der ursprüngliche Listenpreis des EK lag nur geringfügig über dem des EG3. Doch heute steigen gepflegte EKs spürbar im Wert, getrieben von der 90s-JDM-Nostalgiewelle. EG3s hingegen, die wegen ihrer Ursprünglichkeit oft noch begehrter sind, fordern meist mehr Kreativität und Schraubergeist – vor allem bei der RWD-Umrüstung.

Der EK ist das Schweizer Taschenmesser: alltagstauglich, am Wochenende zügig und mit überschaubaren Updates ein sicherer Sieger. Der EG3 ist der Geheimtipp für Kenner: weniger verzeihend, anspruchsvoller, aber im richtigen Setup und auf der passenden Strecke zu Überraschungssiegen fähig – wie der Triumph auf dem Chang International Circuit beweist.

Unterm Strich ist der Civic EK der vielseitigere Performer, doch der EG3 zeigt, dass bei den Leichtbau-Hondas immer Platz für eine Überraschung bleibt. Beide verkörpern bleibende Symbole für erreichbare Geschwindigkeit – jeder setzt seine eigenen Akzente, und am Ende zählt die Stoppuhr.

Letztmals aktualisiert: Mar 13, 2026

Spezifikationen

Spezifikationen Honda Civic EK Civic EK Honda Civic V EG3 Civic V EG3
Modelljahre 1996-2000 1994-1995
Pferdestärken 92 74
Drehmoment (N_M) 132 102
Gewicht (KG) 1,143 910
Leistung/Gewicht 0.08 0.08
Rank #240 -
Bereifung 240 PILOT EXALTO PE2 200 POTENZA RE-71RS
Motorbeschreibung 1.6L NA I4 (D16Y8 ) 1.3L NA I4 (D13B2 )
Getriebe 5-SPEED MANUAL 5-SPEED MANUAL
Antrieb Typ RWD RWD
Radstand (MM) 2573 2570
Breite (MM) 1699 1700
Länge (MM) 4069 4080
Höhe (MM) 1288 1340
0 - 60 MPH 9.1 SECs 11.3 SECs
Höchstgeschwindigkeit (KPH) 235 171
Preis MSRP $ 16,280 $ 10,000
Aktueller Wert $ 10,000 € 1,650
Gesamt- vs Durchschnitts-Rundenzeiten -2.6s -1.81s
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