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Mitsubishi

Lancer Evolution 4 Rally Car

Anmerkungen

Der Mitsubishi Lancer Evolution IV Rallye-Wagen steht für das Homologations-Sondermodell des japanischen Herstellers aus dem Jahr 1996, das für den Einsatz in der World Rally Championship konzipiert wurde. Er bildet eine wegweisende Plattform, die den turboaufgeladenen 4G63-Reihen-Vierzylinder mit einem fortschrittlichen Allradantriebssystem kombiniert und so eine siegbringende Waffe erschafft. Pilotiert von Tommi Mäkinen sicherte er ihm consecutive WRC Drivers' Championship-Titel, mit denen er seinen im Vorjahr mit dem Evolution III errungenen Titel erfolgreich verteidigte und eine Periode der Mitsubishi-Rallye-Dominanz einläutete, die sich über vier aufeinanderfolgende Meisterschaften von 1996 bis 1999 erstreckte. Entwickelt unter den restriktiven Group-A-Vorschriften, die eine Produktion von 2.500 straßenzugelassenen Einheiten zur Teilnahmeberechtigung forderten, führte der Evolution IV erstmals die Active Yaw Control (AYC) ein, welche das Drehmoment zwischen den Hinterrädern verteilt, die Stabilität beim Kurveneingang verbessert und die Kurvendynamik durch gezielte Mitlenkung optimiert. Damit wurde dem für Allradantrieb typischen Untersteuern entgegengewirkt. Zudem ersetzte die Doppelquerlenker-Hinterachse die Multi-Link-Aufhängung des Evolution III, was die ungefederte Masse reduzierte und die Radführung auf den rauen Rallye-Pisten der WRC, von den Asphaltpassagen in Monte Carlo bis zum anspruchsvollen Terrain der Safari Rally, verbesserte.

Der turboaufgeladene 2,0-Liter-Reihen-Vierzylinder 4G63 mobilisiert in der WRC-Spezifikation rund 300 PS und wurde umfangreich modifiziert – unter anderem mit einem größeren Turbolader, einer überarbeiteten Kraftstoffeinspritzung, verstärkten Bauteilen sowie einem motorsporttauglichen Motorsteuergerät, das den hochdrehenden Betrieb über lange Rallye-Abschnitte ermöglicht. Das sequenzielle Getriebe sorgt für blitzschnelle Gangwechsel, die im harten Rallyesport entscheidend sind. Die Group-A-Vorschriften beschränkten die Modifikationen im Vergleich zur weitgehend freien Entwicklung unter Group B, was paradoxerweise den Wettbewerb enger zusammenrücken ließ. Hersteller optimierten innerhalb der engen Regelgrenzen vor allem Fahrwerksgeometrie, Differenzialabstimmung und Aerodynamik, statt wie in der Group-B-Ära hauptsächlich die Motorleistung zu steigern – jener Zeitpunkt, die durch immense Entwicklungskosten und Sicherheitsbedenken 1986 zum Kategorieabbruch führte. Mäkinen sicherte sich mit vier aufeinanderfolgenden Meisterschaften von 1996 bis 1999 am Steuer der Evolution-Modelle III bis VI einen Platz in der Rallye-Legende und festigte den Ruf des Evolution als „Giant-Killer“, der trotz des vergleichsweise bescheidenen Motorsportbudgets von Mitsubishi die werksseitigen Ford-, Subaru- und Toyota-Teams besiegte. Die Produktion des Evolution IV lief bis 1998, als der Evolution V den vierten Generation ablöste. Dieser setzte die Group-A-Homologation durch schrittweise Verbesserungen fort, statt einer kompletten Neuentwicklung, bewahrte somit die Homologationsvorteile und führte verfeinerte Aerodynamik sowie ein weiterentwickeltes AYC-System ein, was das Fahrverhalten weiter verbesserte. So wurde der Evolution IV zu einer beeindruckenden Rallye-Waffe und legte ein Erbe, das unter Enthusiasten als Höhepunkt japanischer Rallye-Technik gilt – ein Vertreter einer Epoche, bevor die WRC-Vorschriften auf spezialisierte World Rally Cars umstellten und die direkte Verbindung zwischen Straßenversion und Rennwagen auflösten, welche die Group-A-Fahrzeuge für enthusiastische Fahrer weltweit zugänglich und nachvollziehbar machte.

Pferdestärken
280
GEWICHT KG
1,280
Zwangsinduktion
JA
Leistung/Gewicht
0.22
AKTUELLER WERT
$39,000
Bereifung

OEM-Spezifikationen

Motorbeschreibung
2.0 L 4G63T I4 Turbocharged
Antrieb Typ
RWD
0-60 MPH
4.8 SECs
HöCHSTGESCHWINDIGKEIT KPH
249
Getriebe
5-SPEED MANUAL
Drehmoment
243 N.M
Modelljahre
1996-1998

ANMERKUNGEN ZUM JAHR

1996: Evolution IV introduced. Group A homologation requiring 2,500 production units. Active Yaw Control (AYC) debut distributing rear wheel torque. Double-wishbone rear suspension replacing multi-link. 4G63 turbo 2.0L I4 with ~300hp WRC spec. Tommi Mäkinen WRC Drivers' Championship defense.
1997: Continued WRC competition dominance. Mäkinen second consecutive championship. Sequential gearbox, upgraded turbocharger, competition engine management. Group A regulations limiting modifications versus road specification. Victory Monte Carlo Rally establishing tarmac competitiveness.
1998: Final production year before Evolution V introduction. Third consecutive Mäkinen championship. Refined AYC system, improved aerodynamics. Safari Rally and Rally Finland victories. Evolution IV establishing four-wheel-drive rally benchmark before WRC transition away from Group A regulations.

Vergleichen mit

Rundenzeiten

Modifiziert Autos

Jahr Fahrer Name Mod Pferdestärken Bereifung Reifengröße Vs Vorhersage
1996 (w/AA) Klong Race 200 ADVAN AD08R 245/40/18 +5.01s
1996 Josh Merritt Race +18.24s
1997 (w/RallyTir) CircuitLife Race 200 Rally Tires RK7 20/65/18

Beliebte Reifengrößen

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