Lausitzring GP DTM
Lausitzring GP DTM ist 4.4 km, 12 Kurven, gegen den Uhrzeigersinn. Schnellste aufgezeichnete Runde: 1:29.141 (Honda Integra Type R DC2 1998).
Aus der Asche eines stillgelegten DDR-Militärflugplatzes entstanden, hat sich der Lausitzring als eine der modernsten Motorsport-Anlagen Deutschlands etabliert. Die 2000 eröffnete Anlage umfasst mehrere Streckenkonfigurationen, darunter eine 4,5 Kilometer lange Grand-Prix-Strecke mit FIA-Grad-2-Lizenz sowie ein Oval für NASCAR-artige Rennen – eine Seltenheit in Europa. Der Lausitzring wurde zum regelmäßigen Austragungsort der DTM, Formel 3 und des ADAC GT Masters. Das innovative Design mit seinem Tri-Oval und der vielseitigen Infrastruktur ermöglicht ein breites Spektrum an Motorsport-Veranstaltungen, von Rundstreckenrennen bis hin zu Testfahrten für Automobilhersteller.
Die Lausitzring GP DTM-Konfiguration stellt eine 4,41-Kilometer-Evolution der Standard-GP-Strecke dar und verfügt über 14 Kurven mit Modifikationen, die speziell für DTM-Meisterschaftsrennen entwickelt wurden. Diese Variante enthält subtile Layout-Anpassungen und Kurvenprofiländerungen, die durch Jahrzehnte von DTM-Wettbewerbsdaten entwickelt wurden und die Strecke für moderne GT3-Spezifikations-Tourenwagen optimieren. Die 60-Meter-Längenzunahme über die Standard-GP-Strecke stammt von modifizierten Kurven-Scheitelpunkten und angepassten Auslaufkonfigurationen, die Sicherheit verbessern. Die Haarnadel-Geometrie von Kurve 1 verfügt über engere Eingangswinkel, die für Spätbremsungs-Überholmanöver optimiert sind. Die technischen Kombinationen des mittleren Sektors durch die Kurven 5-9 verwenden angepasste Randsteinprofile, die präzises Einlenken belohnen, während Streckenbegrenzungsverletzungen bestraft werden. Durchschnittliche Rundenzeiten um 1:26-1:28 im DTM-Wettbewerbstempo erfordern maximales Engagement, wobei die Richtung gegen den Uhrzeigersinn asymmetrische Reifenverschleißmuster erzeugt. Professionelle DTM-Konkurrenten nutzen die Nuancen dieser Konfiguration durch Setup-Anpassungen, die auf der Standard-GP-Variante nicht verfügbar sind. Im ehemaligen industriellen Herzland Brandenburgs gelegen, demonstriert diese zweckoptimierte Konfiguration, wie Rennen auf Meisterschaftsebene die Entwicklung von Strecken vorantreiben.