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Welcher ist schneller?

Der Tesla Model S Plaid und der Nissan GT-R R35 sind über 14 gemeinsame Strecken gleichauf.

Tesla Model S Plaid vs Nissan GT-R R35: Unbändige Elektropower trifft auf Kult-Ikone

Wenn es um moderne Performance-Ikonen geht, können nur wenige Fahrzeuge die Aufmerksamkeit so sehr auf sich ziehen wie das Tesla Model S Plaid oder auf einen derart legendären Kultstatus verweisen wie der Nissan GT-R R35. Beide setzen auf Allradantrieb, beide liefern schier unglaubliche Leistungsdaten, beide verfügen über eine leidenschaftliche Fangemeinde. Doch wie steht es auf der Rennstrecke: Wie schlägt sich das elektrische Drehmoment und die digitale Urgewalt des Tesla gegen das handgefertigte Twin-Turbo-V6-Erbe des GT-R? Die aussagekräftigen Rundenzeiten von LapMeta auf unterschiedlichsten Strecken geben uns einen direkten, empirischen Blick auf die wahre Rivalität der beiden Supercar-Killer.

Rundenzeit-Duell: Elektrischer Schock gegen Twin-Turbo-Tradition

Ein flüchtiger Blick auf die Zeiten offenbart ein faszinierend enges Duell, bei dem sich die beiden Kontrahenten je nach Strecke und Tuningstufe gegenseitig Paroli bieten.

Auf dem klassischen kalifornischen Asphalt von Laguna Seca (aktuelle Streckenführung, rennfertig aufgebaut) sichert sich das Model S Plaid knapp den Sieg und setzt mit 1:26.7 eine glühend schnelle Zeit, während der GT-R mit 1:27.269 nur hauchdünn dahinter liegt—ein Unterschied von gut einer halben Sekunde. Das instantane Drehmoment und die unnachgiebige Beschleunigung des Plaid aus langsamen Kurven sind hier trotz seines stolzen Gewichts (schwere 4766 lbs gegenüber den 3829 lbs des GT-R) eine echte Waffe. In der vorherigen Streckenvariante und bei mittlerem Tuning liegt der Tesla mit 1:28.21 satte 6.69 Sekunden vor dem GT-R (1:34.9)—ein klarer Beleg für das rohe Potenzial der Elektropower.

Doch nicht jede Strecke spielt der Tesla seinen Vorteil aus. Auf der legendären Nürburgring Nordschleife glänzen das präzise Chassis, das niedrigere Gewicht und die jahrzehntelange Entwicklung des GT-R. In Serienausstattung legt der Nissan mit 7:24.22 eine bemerkenswerte Zeit vor—und unterbietet das Model S Plaid (7:30.9) um fast 7 Sekunden. Dieses Ergebnis würdigt die rennstreckentaugliche DNA des GT-R und seine Fähigkeit, selbst durch einen endlosen Reigen von Kurven und Höhenwechseln souverän zu bleiben, wo das Gewicht und das mögliche Temperaturmanagement des Tesla seine Grenzen andeuten.

Auf kurzen, technischen Kursen hingegen demonstriert das Plaid seine Dominanz. Auf dem Willow Springs Raceway - Streets (rennstreckentauglich getrimmt) steht für das Model S Plaid eine 1:13.5 zu Buche, während der GT-R erst nach 1:19.58 die Linie kreuzt—über 6 Sekunden Unterschied. Im Streets - CCW Layout bleibt der Tesla ebenfalls 5 Sekunden voraus. Selbst auf dem beliebten Buttonwillow 13CW kann das Plaid mit 1:43 den GT-R (1:46.3) um 3,3 Sekunden distanzieren. Lediglich auf dem Autódromo Velo Città (Plaid Serie, GT-R mittleres Tuning) und auf dem Daytona Road Course (beide rennfertig aufgebaut) schlägt der GT-R mit ganz knappen Siegen zurück—letzteres mit nur sechs Zehntelsekunden Vorsprung.

Technik-Philosophie und Fahrerlebnis

Die unglaublichen Zahlen des Plaid sind Ergebnis seines drei-motorigen, vollelektrischen Antriebsstrangs, der brutale 1020 PS und 1424 Nm Drehmoment generiert—Werte, die vor zehn Jahren noch als Fantasie galten. Das komplett softwaregesteuerte Allradsystem verteilt die Kraft mit algorithmischer Präzision, wodurch das Auto schockierend schnell und fast gespenstisch leicht beherrschbar ist. Doch mit nahezu 4800 lbs setzt schließlich die Physik ihre Grenzen—insbesondere bei längeren Turns oder auf welligem Belag, wo Masse und das Temperaturmanagement der Batterie zur Herausforderung werden.

Der GT-R hingegen repräsentiert die letzte Generation einer aussterbenden Spezies: ein turboaufgeladener, von Hand montierter V6 in Kombination mit einem ausgefeilten, dennoch analog wirkenden Fahrwerk. Mit 545 PS und 628 Nm wirkt der GT-R auf dem Papier vielleicht unterlegen, doch sein geringeres Gewicht, das fein abgestimmte Fahrwerk und die mechanische Traktion erlauben es ihm, Tempo und Stabilität auf eine Art zu halten, wie es der Tesla über eine lange, anspruchsvolle Runde noch nicht ganz beherrscht. Das eher hecklastige AWD-System des GT-R belohnt Präzision und Mut—und dank legendärem Tuningpotenzial lässt sich der Nissan mit entsprechendem Einsatz zum ultimativen Time-Attack-Gerät umbauen.

Zielgruppe und Preiswürdigkeit

Selten könnten zwei Fahrzeuge gezielter auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten sein. Das Tesla Model S Plaid spricht die technikaffine, komfortorientierte Klientel an, die Alltagstauglichkeit mit Hypercar-Performance vereinen will. Ab einem Grundpreis jenseits von 90.000 Dollar (und mit Extras auch deutlich darüber) ist es teuer, doch im Verhältnis von Leistung zu Preis schwer zu schlagen—vor allem, wenn man auf lautlose Geschwindigkeit und völlige Emissionsfreiheit Wert legt. Als Gebrauchtwagen bleibt der Wertverlust bislang moderat, doch der schnelle Fortschritt der E-Auto-Technik könnte frühe Plaid-Besitzer teurere Abschreibungen kosten als traditionellen GT-R-Fahrern drohen.

Der Nissan GT-R R35 dagegen spricht Puristen an: Menschen, die das mechanische Orchester der Turbos, die Rückmeldung durch die Lenkung und die Genugtuung eines perfekt getroffenen Scheitelpunkts suchen. Einst noch als 70.000-Dollar-Schnäppchen gestartet, ist der neue GT-R heute sechsstellig, doch der Gebrauchtmarkt ist stabil—gepflegte Fahrzeuge halten ihren Wert hervorragend, ein Beleg für die treue Fangemeinde und die enorme Tuning-Attraktivität des Modells.

Unterm Strich ist das Plaid der Disruptor—brutal im Sprint, gnadenlos auf kurzen Kursen und ein Vorbote der neuen Elektrogeneration. Der GT-R dagegen ist der Fahnenträger alter, nahezu perfektionierter Ingenieurskunst, der auch modernen Technologien Paroli bieten kann, wenn es auf der Strecke ernst wird und die Turns lang werden.

Fazit: Wer kompromisslose, explosive Geschwindigkeit und die Zukunft schon heute in der eigenen Einfahrt erleben will, für den ist das Model S Plaid unerreicht. Wer ein emotionaleres, tuningfreundliches und bewährtes Track-Tool sucht, fährt mit dem GT-R R35 ein nach wie vor gültiges Statement—ikonisch und immer für eine Überraschung gut. Eines zeigt der direkte Vergleich jedoch klar: Wir leben in einer goldenen Ära, in der Geschwindigkeit, Fahrspaß und Alltagstaug

Letztmals aktualisiert: Jun 12, 2026

Spezifikationen

Spezifikationen Tesla Model S Plaid Model S Plaid Nissan GT-R R35 GT-R R35
Modelljahre 1967-2024 2007-2020
Pferdestärken 1020 545
Drehmoment (N_M) 1424 628
Gewicht (KG) 2,162 1,737
Leistung/Gewicht 0.47 0.31
Rang #30 #81
Bereifung 80 PILOT SPORT CUP 2R
265/35/21
200 SP SPORT 600 DSST
255/40/20
Motorbeschreibung Tri-motor electric, 100 kWh battery 3.8L twin-turbo V6 (VR38DETT)
Getriebe SINGLE SPEED 6-SPEED AUTOMATED SEQUENTIAL TRANSMISSION WITH MANUAL MODE
Antrieb Typ AWD AWD
Radstand (MM) 2959 2779
Breite (MM) 1956 1895
Länge (MM) 4978 4671
Höhe (MM) 1448 1369
0 - 60 MPH 2 SECs 3 SECs
Höchstgeschwindigkeit (KPH) 322 315
Preis MSRP $ 135,990 $ 113,540
Aktueller Wert $ 75,000 $ 95,000
Gesamt- vs Durchschnitts-Rundenzeiten -8.71s -5.83s

Tesla Model S Plaid Model S Plaid — Rundenzeiten vs. Durchschnitt

Laufflächenabnutzung/MOD LEVEL Serienklasse/Leichtbauklasse S/L Mittel M Schwer/Rennen S/R
>200 -5.12s -6.84s
141–200
100–140 -3.51s -13.02s
0–99 -13.02s -14.97s

Nissan GT-R R35 GT-R R35 — Rundenzeiten vs. Durchschnitt

Laufflächenabnutzung/MOD LEVEL Serienklasse/Leichtbauklasse S/L Mittel M Schwer/Rennen S/R
>200 -0.93s -8.56s
141–200 -2.3s -8.56s -8.56s
100–140 -2.3s -8.56s -9.12s
0–99 -6.15s -8.56s -11.59s
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