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Wer ist schneller?

Der Nissan GT-R R35 ist schneller — im Schnitt 7.6s flotter über 23 gemeinsame Strecken.

Nissan GT-R R35 vs BMW M3 G80: Zahlenbasierter Track-Duell

Wenn zwei Titanen der modernen Performance-Welt aufeinandertreffen, sind die Ergebnisse immer faszinierend – besonders, wenn das Duell so facettenreich ist wie zwischen dem Nissan GT-R R35 und dem BMW M3 G80. Beide sind technologische Vorzeigemodelle ihrer Marken, verkörpern jedoch grundverschiedene Philosophien: Der GT-R ist Nissans allradgetriebener, turbogeladener Digital-Samurai, während der M3 BMWs neueste Heckantriebs-Sportlimousine mit Reihensechser und optionalem Handschalter ist – jetzt mit Turboaufladung und noch schärferem Fahrverhalten. Mit einer Fülle an fahrergenerierten Daten und weltweit erfassten Rundenzeiten werfen wir einen Blick darauf, wie diese zwei Legenden dort abschneiden, wo es zählt: auf der Stoppuhr und in den Herzen der Enthusiasten.

Lap Time Showdown: Wo Daten auf Asphalt treffen

Auf den renommiertesten Rennstrecken der Welt unterstreicht der Nissan GT-R R35 immer wieder seinen Ruf als äußerst effektive Track-Waffe. Auf der legendären Nürburgring Nordschleife zum Beispiel liegt die Bestzeit des GT-R bei 7:20.61 (heavy mod) und schlägt den M3 G80 mit 7:33.4 (medium mod) um fast 13 Sekunden – ein Vorsprung, der im Motorsport Welten bedeutet. Dieses Muster wiederholt sich in Spa-Francorchamps, wo der GT-R mit 2:32 über 10 Sekunden vor dem M3 mit 2:42.64 liegt.

Auch auf amerikanischen Strecken wie Laguna Seca und Road Atlanta fährt der GT-R deutliche Vorsprünge heraus – über 9 bzw. 8 Sekunden. Zu verdanken ist das unter anderem der unbändigen Traktion des Allradantriebs, dem turbogespeisten Drehmoment und dem raffinierten Launch Control-System, das die Leistungsentfaltung vereinfacht und besonders aus langsamen Kurven aggressives Herausbeschleunigen belohnt.

Doch die Daten sprechen nicht nur für eine Seite. Auf dem Auto Club Speedway kehrt der BMW M3 G80 den Spieß um: Seine 1:22 (light mod) zerstört die 1:37.7 (race mod) des GT-R um satte 15,7 Sekunden und zeigt, dass der aktuellere M3 in bestimmten Konfigurationen oder mit besonders talentierten Fahrern von seinem geringeren Gewicht und der ausgewogenen Balance profitieren kann. Ebenso am NJMP Thunderbolt: Hier schlägt der M3 G80 mit 1:25.57 den GT-R mit 1:27.38 um 1,81 Sekunden – eine beachtliche Leistung angesichts des Track-Renommee des GT-R.

Dennoch hat im überwiegenden Teil der direkten Vergleiche der Nissan die Nase vorn. Die Abstände reichen dabei von wenigen Zehntelsekunden auf dem COTA – hier kommt der GT-R mit 2:20.43 hauchdünn vor dem M3 mit 2:20.653 ins Ziel – bis hin zu über einer halben Minute auf dem Nürburgring BTG, wo der GT-R mit 7:11 (race mod) satte 28 Sekunden schneller ist als der M3 mit 7:39 (stock).

Technische Philosophie und Track-Charakter

Die grundsätzlichen Unterschiede zwischen diesen Fahrzeugen sind ebenso aufschlussreich wie die Rundenzeiten. Der Nissan GT-R R35, mit seinem 3,8-Liter-Biturbo-V6, 545 PS und 627,74 Nm Drehmoment sowie einem Leergewicht von 3829 lbs, ist ein technisches Meisterstück. Allradantrieb, ein aggressives Doppelkupplungsgetriebe und torque-vectoring Elektronik bügeln Fahrfehler aus und erlauben es auch weniger versierten Fahrern, nahe ans Limit zu kommen. Die Performance lebt weniger von Finesse, vielmehr vom brachialen Überwältigen der Piste – ein „digitaler Vorschlaghammer“. Berühmt ist der GT-R dafür, bereits ab Werk Rundenrekorde zu pulverisieren, doch sein Gewicht und die bisweilen etwas synthetische Lenkungsrückmeldung lassen bei Puristen den Wunsch nach mehr analogem Feedback aufkommen.

Im Kontrast dazu steht der BMW M3 G80 – mit 3758 lbs minimal leichter und angetrieben von einem 3,0-Liter-Biturbo-Reihensechser (480 PS, 549,11 Nm). Die klassische Heckantrieb-Architektur und BMW-typisches Fahrwerks-Setup sorgen für ein verspielteres, feinfühlig abstimmbares Fahrgefühl, gerade für Piloten, die das Auto am Gas balancieren und Rotationen gezielt einsetzen wollen. Die große Modellauswahl – Handschalter oder Automatik, RWD oder AWD (in diesen Zeiten RWD) – erlaubt es, den Charakter noch stärker an die eigenen Präferenzen anzupassen. Im Serienzustand kein Rekordjäger, begeistert der M3 durch seine Nachrüstfreundlichkeit: Fahrwerk, Bremsen, Reifen und Leistung lassen sich individuell anpassen und machen ihn zum Liebling der Tuning-Community.

Alltagstauglichkeit, Kosten und Zielgruppe

Für wen sind diese Fahrzeuge eigentlich gebaut? Der GT-R R35 trat einst mit einem Listenpreis um die $100k an – damals revolutionär, heute gebraucht oft deutlich günstiger zu bekommen, gute Exemplare bleiben aber preisstabil. Er spricht alle an, die kompromisslose Rundenzeiten mit wenig Aufwand suchen: Trackday-Fans, Time Attack-Enthusiasten und jene, die Supercars zum Bruchteil des Preises blass aussehen lassen wollen. Tuning-Potenzial gibt’s zuhauf, doch schon ab Werk ist der GT-R ein beeindruckender Track-Performer.

Dem gegenüber steht der BMW M3 G80, der Fahrer anspricht, die ein Auto für alles suchen: Alltag, Langstrecke und gelegentliche Track-Einsätze. Der Neupreis startet meist im mittleren $70k-Bereich, gut erhaltene Gebrauchte sind aufgrund der hohen Nachfrage wertstabil. Der Reiz des M3 liegt in seiner Doppelrolle – komfortabel und praktisch, doch bei Bedarf mit bissigem Temperament. Für alle, die Spaß am Verfeinern und Individualisieren haben, ist der G80 eine ideale Leinwand; für Liebhaber von „Out-of-the-box“-Performance ist der GT-R das fertige Kunstwerk.

Fazit: Titanen, aber unterschiedliche Waffen

Der Nissan GT-R R35 bleibt die Referenz für Performance bei jedem Wetter und unabhängig vom Können – seine Überlegenheit bei Rundenzeiten ist besonders auf schnellen oder technisch anspruchsvollen Kursen klar belegt. Der BMW M3 G80 bietet demgegenüber ein differenzierteres, involvierenderes Fahrerlebnis und kann in den richtigen Händen – oder bei entsprechendem Tuning – selbst seinem schwergewichtigen Rivalen Paroli bieten.

Wer reine Zahlen auf der Rennstrecke sucht, kann am GT-R kaum vorbeisehen. Wer mehr Wert auf Fahrgefühl, Alltagstauglichkeit und langfristiges Tuning legt, findet im M3 G80

Letztmals aktualisiert: Apr 21, 2026

Spezifikationen

Spezifikationen Nissan GT-R R35 GT-R R35 BMW M3 G80 M3 G80
Modelljahre 2007-2020 2021-2025
Pferdestärken 545 480
Drehmoment (N_M) 628 549
Zwangsinduktion Ja Ja
Gewicht (KG) 1,737 1,705
Leistung/Gewicht 0.31 0.28
Rank #69 #59
Bereifung 200 SP SPORT 600 DSST
255/40/20
300 PILOT SPORT 4S
275/40/19 / 285/35/19
Motorbeschreibung 3.8L twin-turbo V6 (VR38DETT) 3.0L twin-turbo I6 (S58)
Getriebe 6-SPEED AUTOMATED SEQUENTIAL TRANSMISSION WITH MANUAL MODE 6-SPEED MANUAL
Antrieb Typ AWD RWD
Radstand (MM) 2779 292
Breite (MM) 1895 1903
Länge (MM) 4671 4794
Höhe (MM) 1369 1433
0 - 60 MPH 3 SECs 4 SECs
Höchstgeschwindigkeit (KPH) 315 249
Preis MSRP $ 113,540 $ 70,100
Aktueller Wert $ 85,000 $ 78,500
Gesamt- vs Durchschnitts-Rundenzeiten -5.88s -4.98s

Nissan GT-R R35 GT-R R35 — Lap Times vs Average

Laufflächenabnutzung/MOD LEVEL Serienklasse/Leichtbauklasse S/L Mittel M Schwer/Rennen S/R
>200 -0.72s -8.56s
141–200 -2.35s -8.56s -8.81s
100–140 -2.35s -8.56s -10.6s
0–99 -5.85s -8.56s -11.63s

BMW M3 G80 M3 G80 — Lap Times vs Average

Laufflächenabnutzung/MOD LEVEL Serienklasse/Leichtbauklasse S/L Mittel M Schwer/Rennen S/R
>200 -3.2s -3.2s
141–200 -3.29s -7.44s
100–140
0–99 -8.45s
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