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Porsche 991.2 GT2 RS vs Ferrari 296 GTS Assetto Fiorano: Wenn Apex-Raubtiere aufeinandertreffen

Im obersten Segment der Trackday-Elite stehen zwei Namen im Rampenlicht, die sofortigen Respekt verlangen: Porsche 991.2 GT2 RS und Ferrari 296 GTS Assetto Fiorano. Beide setzen konsequent auf Hinterradantrieb, modernste Aerodynamik und spektakuläre Leistungsdaten – und verkörpern jeweils das Maximum ihres Markenkerns: Hier die traditionsgetriebene Perfektion der Evolution, dort italienischer Esprit in Verbindung mit visionärer Hybridtechnologie. Doch welches dieser Fahrzeuge beherrscht tatsächlich die Rennstrecke, wenn allein die Stoppuhr das Urteil fällt?

Rundenzeit-Duell: Magny-Cours liefert die Entscheidung

Beide Protagonisten gingen in Serienkonfiguration auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours - GP CW an den Start, wobei der Ferrari 296 GTS Assetto Fiorano mit einer atemberaubenden 1:43.5 glänzte – und damit den Bestwert des Porsche 991.2 GT2 RS von 1:47.16 deutlich unterbot. Der Vorsprung des Ferrari von beinahe 3,7 Sekunden ist in dieser Liga nicht nur beachtlich – er entspricht einem regelrechten Klassenunterschied, zumal beide Fahrzeuge auf Serienbereifung und in straßenzugelassenem Zustand fuhren.

Bemerkenswert ist vor allem die Art der jeweiligen Ingenieurskunst. Der 991.2 GT2 RS mit seinem 3,8-Liter-Biturbo-Sechszylinder-Boxer und 700 PS ist bekannt für seine explosive Beschleunigung und den enormen Grip – möglich dank ausgefeilter Heckmotor-/Heckantriebs-Architektur. Über 108 dokumentierte Runden auf LapMeta ist seine Leistungsfähigkeit bestens belegbar und er bleibt die Referenz für das „klassische“ Supercar-Gen.

Der Ferrari 296 GTS Assetto Fiorano hingegen bringt einen kleineren 3,0-Liter-Biturbo-V6 mit, der durch ein ausgeklügeltes Hybridsystem unterstützt wird – die Systemleistung liegt bei beeindruckenden 830 PS. Trotz etwas höherem Leergewicht von 3377 lbs (gegenüber 3241 lbs beim Porsche) sorgen das sofort anliegende Elektro-Drehmoment und das messerscharfe Assetto Fiorano-Paket für erstaunliches Tempo, insbesondere durch die technischen Passagen und langen Geraden von Magny-Cours.

Besitz-Erlebnis: Wert, Charakter und Tuning-Potenzial

Der Porsche 991.2 GT2 RS ist berüchtigt für seine Alltagstauglichkeit und legendäre Zuverlässigkeit – selbst im Grenzbereich. Mit einem ursprünglichen Listenpreis von rund 293.000 Dollar hält sich sein Wert stabil und wird häufig sogar über Neupreis gehandelt – ein klares Indiz für die hohe Begehrlichkeit. Die meisten Besitzer sind Puristen oder Sammler, die das analoge Fahrgefühl, die klassische Heckantriebs-Konzeption und die kompromisslose Performance ab Werk schätzen. Zwar lässt sich der GT2 RS hervorragend modifizieren, doch ist er bereits ab Werk derart potent, dass viele dem technischen Können der Porsche-Ingenieure freien Lauf lassen und das Auto original belassen.

Der Ferrari 296 GTS Assetto Fiorano – mit einem Listenpreis jenseits der 400.000 Dollar in Assetto Fiorano-Spezifikation – richtet sich an Käufer, die das Neueste im Bereich Hybridtechnologie, Offenfahrspaß und eine Brücke zur F1-Zukunft von Ferrari suchen. Die Wertfrage definiert sich weniger über Wiederverkauf, sondern vielmehr über Exklusivität und technologischen Fortschritt. Als Neuzugang lässt sich die Wertentwicklung noch nicht bewerten, doch Early Adopter werden das scheinbar mühelose Tempo und das mitreißende Klangbild des V6-Hybriden genießen. Zwar gelten Ferraris selten als erste Wahl für umfangreiche Modifikationen, doch bietet das Werks-Paket des 296 GTS bereits genügend Schliff für selbst anspruchsvollste Trackday-Enthusiasten.

Ingenieurs-Philosophien: Klassische Muskelkraft trifft Hybrid-Präzision

Der GT2 RS verkörpert die ultimative Ausbaustufe der 911-DNA: Heckmotor, Heckantrieb und unnachgiebiger Turbo-Schub. Sein Fahrwerks-Setup ist ein Kunstwerk – verlangt Können hinter dem Lenkrad, belohnt aber mit chirurgischer Präzision und bester Rückmeldung. Dank geringerem Gewicht und mechanischer Simplizität (im Vergleich zu einem Hybrid-Supercar) ist er ein Fest für Puristen, die nach möglichst unmittelbarem Fahrgefühl suchen.

Der Ferrari 296 GTS Assetto Fiorano steht im Kontrast dazu für die Hybrid-Zukunft aus Maranello und kombiniert sofortiges Drehmoment aus den Elektromotoren mit der drehfreudigen Dramatik des Biturbo-V6. Das Assetto Fiorano-Paket bringt Gewichtsvorteile und aerodynamische Optimierungen, wodurch das Fahrzeug neue Maßstäbe auf der Rundstrecke setzt. Trotz mehr Technik und Masse hat der Ferrari mit seinem hochentwickelten Fahrwerk und der nahtlosen Kraftentfaltung eine neue Performance-Dimension erschlossen – wie der klare Triumph in Magny-Cours eindrucksvoll belegt.

Fazit: Während der Porsche 991.2 GT2 RS weiterhin als Ikone für Analog-Enthusiasten gilt, zeigt der Ferrari 296 GTS Assetto Fiorano wohin die Reise geht – Hybrid-Technologie liefert hier nicht nur Effizienz, sondern definiert die Maßstäbe in Sachen Rundenzeit neu. Beide sind Weltklasse, doch aktuell hat der Ferrari die Stoppuhr zurückgesetzt.

Letztmals aktualisiert: Mar 16, 2026

Spezifikationen

Spezifikationen Porsche 991.2 GT2 RS 991.2 GT2 RS Ferrari 296 GTS Assetto Fiorano 296 GTS Assetto Fiorano
Modelljahre 2018-2019 2023
Pferdestärken 700 830
Drehmoment (N_M) 750 740
Zwangsinduktion Ja Ja
Gewicht (KG) 1,470 1,532
Leistung/Gewicht 0.48 0.54
Rank #5 -
Bereifung 80 PILOT SPORT CUP 2R
265/35/20 / 325/30/21
80 PILOT SPORT CUP 2R
245/35/20 / 305/35/20
Motorbeschreibung Twin-Turbocharged 3.8L Boxer 6 Cylinder 3.0L twin-turbo V6 (F163 CE)
Getriebe 7 SPEED PDK 8-SPEED AUTOMATIC
Antrieb Typ RWD RWD
Radstand (MM) 2451 2601
Breite (MM) 1880 1958
Länge (MM) 4549 4564
Höhe (MM) 1298 1191
0 - 60 MPH 3 SECs 2.7 SECs
Höchstgeschwindigkeit (KPH) 340 340
Preis MSRP $ 293,200 $ 366,139
Aktueller Wert $ 450,000 $ 366,139
Gesamt- vs Durchschnitts-Rundenzeiten -11.19s -12.25s
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