BMW M2 CS Cup vs BMW M240i Racing: Track-Ready-Siblings im Performance-Duell
Wenn zwei bayerische Vollblüter wie der BMW M2 CS Cup und der BMW M240i Racing sich auf den anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt messen, entsteht eine Lehrstunde in Motorsport-Ingenieurskunst – und eine wertvolle Entscheidungshilfe für Enthusiasten, die Wert, Leistungsfähigkeit und Charakter gegeneinander abwägen. Beide Fahrzeuge sind kompromisslos für das Einsatzgebiet Rennstrecke gebaut, verfolgen jedoch unterschiedliche Philosophien, setzen auf verschiedene technische Ansätze und definieren ihre Grenzen auf individuelle Weise. Werfen wir einen Blick auf die Daten, um herauszufinden, welches Modell für Rundenzeitenjäger und BMW-Puristen mehr zu bieten hat.
Streckendaten: Die Zahlen sprechen für sich
Die Auswertungen von LapMeta liefern ein deutliches Bild im direkten Rundenzeit-Vergleich. Über fünf international renommierte Kurse hinweg setzt sich der BMW M2 CS Cup konsequent und meist klar von seinem Konzernbruder ab.
- Nürburgring - Nordschleife: Der M2 CS Cup umrundet die Nordschleife in 7:25.534 und distanziert den M240i Racing mit 7:33.133 um satte 7,6 Sekunden – eine Ewigkeit in der Grünen Hölle. Beide Fahrzeuge wurden im Renndress bewegt, ein klarer, fairer Erfolg für den CS Cup.
- TT Circuit Assen - GP course: Die 1:46.57 des M2 CS Cup liegen fast 7 Sekunden vor den 1:53.42 des M240i Racing, wobei letzterer in seriennaher Abstimmung unterwegs war.
- Circuit de Spa-Francorchamps - SPA: Vielleicht der eindrucksvollste Vergleich: 2:34.11 für den CS Cup im Serienzustand gegenüber 2:39.9 für den M240i Racing – sogar als dieser bereits im Renndress antrat. Ein Unterschied von 5,8 Sekunden zugunsten des weniger modifizierten CS Cup.
- Circuit Zolder - Ronde: Auf Zolder nimmt der M2 CS Cup mit 1:39.81 dem M240i Racing (1:43.713) 3,9 Sekunden ab.
- Watkins Glen International - Full Circuit w/ Loop: Auch hier liegt der CS Cup mit 2:01.5 deutlich vor dem M240i (2:05.28), was einen Vorsprung von 3,78 Sekunden bedeutet.
Der Trend ist eindeutig: Der M2 CS Cup ist nicht nur schneller – er ist oft regelrecht überlegen, selbst wenn der M240i Racing auf aggressivere Modifikationen oder griffigere Reifen zurückgreifen darf.
Technik, Zielgruppe & Wert: Zwei Arten von Trackday-Exzellenz
BMW M2 CS Cup Mit 450 PS aus dem S55-Reihensechszylinder und einem Leergewicht von 3384 lbs präsentiert sich der M2 CS Cup als kompromisslose Trackwaffe. Versteiftes Chassis, reduziertes Interieur und ein kompromisslos motorsportlich abgestimmtes Fahrwerk machen ihn zum geborenen Kurvenjäger. Das Fahrerlebnis ist messerscharf, die Kombination aus Hinterradantrieb und kurzem Radstand bringt ein Auto hervor, das auf jeden Input sensibilisiert reagiert – ein Hochgenuss für versierte Fahrer, die Präzision und Rückmeldung am Limit suchen.
Seine Rundenzeiten spiegeln nicht nur die Motorleistung, sondern ein umfassend auf den Rennsport zugeschnittenes Gesamtpaket wider. Der CS Cup empfiehlt sich insbesondere für jene, die ein Fahrzeug suchen, das direkt aus dem Fahrerlager heraus dominieren kann. Zwar lag der Neupreis auf hohem Niveau, aber Seltenheit und Wettbewerbsfähigkeit sorgen für stabile Werte auf dem Gebrauchtmarkt – vor allem im Vergleich zu den häufigeren M2-Varianten.
BMW M240i Racing Der M240i Racing mit seinem 340 PS starken B58-Motor und einem leicht niedrigeren Gewicht von 3307 lbs ist der zugänglichere, weniger kompromisslose Einstieg in die BMW-Trackwelt. Er wurde auf Zugänglichkeit, Langlebigkeit und wirtschaftlichen Betrieb ausgelegt – Eigenschaften, die insbesondere bei Clubracern, Fahrschulen und Amateursportteams gefragt sind. Sein Fahrverhalten ist ausgewogen und berechenbar – perfekt für Fahrer, die ihr Können ausbauen wollen oder Wert auf Zuverlässigkeit statt auf absolute Pace legen.
Wirtschaftlich ist der M240i Racing die erschwinglichere Wahl, mit geringeren Betriebskosten und einem deutlich verzeihenderen Wartungsaufwand. Es ist eine Plattform, die schrittweise Modifikationen honoriert und den Fahrer wachsen lässt, anstatt ihn zu überfordern.
Fazit: Welches Auto für welchen Fahrer?
Die Daten positionieren den BMW M2 CS Cup eindeutig eine Liga über dem M240i Racing – zum Teil mit Abstand, der im Motorsport für eine eigene Klasse reicht. Für echte Track-Enthusiasten und Racer mit dem Wunsch nach maximaler Rundenzeit und entsprechender Bereitschaft für Kosten und Intensität ist der M2 CS Cup die unangefochtene Waffe der Wahl. Sein puristischer Fokus und die Performance ab Werk setzen selbst im Feld kompromissloser Tracktools Maßstäbe.
Der M240i Racing bleibt derweil eine hochattraktive Option für all jene, die Zugänglichkeit, geringe Kosten und die Freude daran schätzen, sich langsam ans Limit – und darüber hinaus – heranzuarbeiten. Auf der Stoppuhr gewinnt er selten, dafür aber mit Charme, Balance und dem typisch involvierenden BMW-Fahrerlebnis.
Beide Fahrzeuge sind am Ende glänzende Beispiele für BMWs Motorsport-DNA – das eine ein skalpellartiges Präzisionsinstrument für Routiniers, das andere die ideale Basis für ambitionierte Aufsteiger. In der LapMeta-Community hängt die Entscheidung letztlich am Budget, der eigenen Motivation und der Frage, welchen Weg man vom Fahrerlager bis aufs Podium einschlagen möchte.
Spezifikationen
| Spezifikationen | BMW M2 CS Cup M2 CS Cup | BMW M240i Racing M240i Racing |
|---|---|---|
| Modelljahre | 2020-2021 | 2018-2020 |
| Pferdestärken | 450 | 340 |
| Drehmoment (N_M) | 406 | 339 |
| Zwangsinduktion | Ja | Ja |
| Gewicht (KG) | 1,535 | 1,500 |
| Leistung/Gewicht | 0.29 | 0.23 |
| Rank | #31 | - |
| Bereifung |
40 S9L R15
270/650/18 |
1 SLICKS
27/65/18 |
| Motorbeschreibung | S55 six-cylinder in-line engine | 3.0L turbo I6 (B58 ) |
| Getriebe | SEVEN-SPEED DUAL-CLUTCH GEARBOX | 8-SPEED AUTO |
| Antrieb Typ | RWD | RWD |
| Breite (MM) | 1854 | 1838 |
| Länge (MM) | 4461 | 4548 |
| Höhe (MM) | 1422 | 1408 |
| 0 - 60 MPH | 3.8 SECs | 4.5 SECs |
| Höchstgeschwindigkeit (KPH) | 282 | 249 |
| Aktueller Wert | $ 100,000 | $ 105,000 |
| RENNEN | Ja | Ja |
| Gesamt- vs Durchschnitts-Rundenzeiten | -4.17s | -3.4s |