Lausitzring GP Oval
Aus der Asche eines stillgelegten DDR-Militärflugplatzes entstanden, hat sich der Lausitzring als eine der modernsten Motorsport-Anlagen Deutschlands etabliert. Die 2000 eröffnete Anlage umfasst mehrere Streckenkonfigurationen, darunter eine 4,5 Kilometer lange Grand-Prix-Strecke mit FIA-Grad-2-Lizenz sowie ein Oval für NASCAR-artige Rennen – eine Seltenheit in Europa. Der Lausitzring wurde zum regelmäßigen Austragungsort der DTM, Formel 3 und des ADAC GT Masters. Das innovative Design mit seinem Tri-Oval und der vielseitigen Infrastruktur ermöglicht ein breites Spektrum an Motorsport-Veranstaltungen, von Rundstreckenrennen bis hin zu Testfahrten für Automobilhersteller.
Die Lausitzring GP Oval-Konfiguration repräsentiert Kontinentaleuropas ambitionierteste Rennanlage im amerikanischen Stil und kombiniert ein 3,52-Kilometer-Tri-Oval mit 10-Kurven-Infield-Straßenkurs-Abschnitten, um ein einzigartiges Hybrid-Layout zu schaffen. Während der Entwicklung der Strecke Ende der 1990er Jahre konzipiert, zielte diese Konfiguration darauf ab, amerikanische Rennserien zu deutschen Zuschauern zu bringen, die mit dem anhaltenden Hochgeschwindigkeitsengagement des Oval-Rennens nicht vertraut waren. Die 18-Grad-Überhöhung des Tri-Ovals in den Kurven ermöglicht Geschwindigkeiten von annähernd 320 kph, wobei der Infield-Abschnitt technischen Kontrast bietet. CART veranstaltete hier 2001 und 2003 zwei German 500-Rennen, wobei das Ereignis von 2001 tragisch an Alex Zanardis karriereverändernden Unfall erinnert wird. Tony Kanaans 34,62-Sekunden-Rundenrekord von 2001 steht als Zeugnis für das extreme Geschwindigkeitspotenzial des Ovals. Die Konfiguration sah auf ihrem Höhepunkt 87.689 Zuschauer, was den europäischen Appetit auf Oval-Rennen demonstrierte, doch CARTs Rückzug nach 2003 ließ das Layout weitgehend ruhen. Durchschnittliche Rundenzeiten um 1:15 im professionellen Tempo spiegeln die Geschwindigkeit der Konfiguration wider.