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Zwei Seiten der BMW Kundensport-Medaille: M240i Racing vs M235iR F22

Im modernen BMW Kundensport nehmen der BMW M240i Racing und der M235iR F22 eine besondere, eng verwandte Nische ein – beide konzipiert, um dem ambitionierten Club- und Semi-Profi-Fahrer eine zugängliche, robuste und wettbewerbsfähige Plattform zu bieten. Doch unter ihren ähnlichen Silhouetten und dem gemeinsamen, heckgetriebenen Reihensechszylinder-Turbokonzept entfalten diese Fahrzeuge auf der Rennstrecke ganz eigene Charaktere und sprechen feine Unterschiede im Fahrertypus an.

Performance-Daten: Wo die Stoppuhr entscheidet

Beim Blick auf die Rundenzeiten setzt sich der M240i Racing auf einigen der renommiertesten europäischen Rennstrecken klar vor seinen Vorgänger, den M235iR F22. Am Circuit Zandvoort - GP Circuit CW fuhr der M240i Racing im Serien-Trimm eine 1:48.4 – satte 5,6 Sekunden schneller als der M235iR F22, der im Renntrimm eine 1:54 erzielte. Dieses Bild wiederholt sich am Circuit de Spa-Francorchamps - SPA, wo der M240i Racing mit 2:39.9 (Renntrimm) einen soliden Vorsprung von 4,3 Sekunden auf den M235iR F22 mit 2:44.248 (Renntrimm) herausfährt.

Eine ähnliche Differenz zeigt sich auf dem Circuit Zolder - Ronde: Der M240i Racing setzt im Serienzustand mit 1:43.713 eine Bestmarke und distanziert den rennfertigen F22 mit 1:46.765 um etwas mehr als 3 Sekunden – ein klares Indiz für die fortgeschrittene Abstimmung und den technologischen Fortschritt bei Chassis und Elektronik des jüngeren Modells.

Bemerkenswert: Der M235iR F22 beweist, dass er nicht immer der Außenseiter ist. Auf dem Sonoma Raceway - Long Pre 2024 markiert er mit 1:46.6 im Serienzustand eine schnellere Zeit als der im Renntrimm bewegte M240i Racing mit 1:48 – ein Vorsprung von 1,4 Sekunden. Diese seltene Umkehr unterstreicht, wie entscheidend Setup, Reifen und vor allem die spezifischen Anforderungen der Strecke im direkten Vergleich zweier verwandter Fahrzeuge sein können.

Technische Unterschiede und Fahrdynamik

Beide Fahrzeuge schicken ihre aufgeladenen Reihensechser an die Hinterachse, jedoch bringt der B58-Motor des M240i Racing mit seinen 340 PS (gegenüber 333 PS) und einer komplett überarbeiteten Plattform nicht nur etwas mehr Leistung, sondern auch 172 lbs mehr Gewicht auf die Waage – dafür aber mit spürbar modernerer Elektronik und Fahrwerksarchitektur. Der M235iR F22 rollt mit seinem geringeren Leergewicht (3135 lbs) sowie höherem Drehmoment (450 Nm gegenüber 339 Nm) an, was seinen starken Auftritt in Sonoma erklären könnte – auf Strecken, wo das Herausbeschleunigen aus engen Passagen wichtiger ist als reine Spitzenleistung.

Wie die überlegenen Rundenzeiten auf schnellen, flüssigen Strecken zeigen, liegt die Stärke des M240i Racing bei Fahrern, die einen ruhigen, präzisen Stil pflegen und die Mehrleistung sowie das stabilere Fahrwerk am Limit umzusetzen wissen. Der M235iR F22 hingegen spricht Piloten an, die das leichtere, wendigere Fahrgefühl schätzen und auf technisch anspruchsvollen Kursen, wo Agilität und Antritt entscheidend sind, zur Hochform auflaufen.

Wert, Zielgruppe und Tuningpotential

Beide Modelle wurden ursprünglich für ambitionierte Clubracer konzipiert – bezahlbarer und weniger einschüchternd als GT4- oder gar GT3-Wagen, aber dennoch absolut wettbewerbsfähig. Der M240i Racing, als neuere Entwicklung, startete mit einem höheren Listenpreis und ist auch gebraucht deutlich wertstabiler, was nicht zuletzt am „Next Generation“-Paket und verbessertem Werks-Support liegt. Der M235iR F22 hat preislich inzwischen die Nase vorn und wird so zur idealen Wahl für Budget-Racer und technisch ambitionierte Schrauber, die bewährte und entwicklungsfähige Basis schätzen.

Beide Autos sprechen bestens auf Modifikationen an – ob Überrollbügel, Fahrwerk oder Aerodynamik. Gerade der M240i Racing hat dank fortschrittlicher Elektronik und Hardware die höhere „out-of-the-box“-Performance und Entwicklungsperspektive. Doch wie Sonoma beweist, kann auch ein gut abgestimmter M235iR F22 für Überraschungen sorgen – Voraussetzung: Fahrer und Setup spielen perfekt zusammen.

Fazit: Evolution statt Revolution

Der M240i Racing baut auf dem Vermächtnis des M235iR F22 auf und liefert klare Verbesserungen in Sachen Rundenzeit und technischem Feinschliff – speziell auf anspruchsvollen Kursen. Der F22 bleibt dennoch höchst relevant: leichter, drehmomentstärker und – in den richtigen Händen – durchaus in der Lage, seinem Nachfolger die Stirn zu bieten. Am Ende entscheidet für den Rennfahrer das persönliche Budget, der Fahrstil und die bevorzugten Strecken. Für BMW steht fest: Kontinuierliche Evolution hält den Geist der „Ultimate Driving Machine“ in jeder Generation lebendig.

Letztmals aktualisiert: Mar 26, 2026

Spezifikationen

Spezifikationen BMW M240i Racing M240i Racing BMW M235iR F22 M235iR F22
Modelljahre 2018-2020 2014-2018
Pferdestärken 340 333
Drehmoment (N_M) 339 450
Zwangsinduktion Ja Ja
Gewicht (KG) 1,500 1,422
Leistung/Gewicht 0.23 0.23
Bereifung 1 SLICKS
27/65/18
1 P ZERO RACING SLICKS
265/660/18
Motorbeschreibung 3.0L turbo I6 (B58 ) turbocharged 3.0-litre
Getriebe 8-SPEED AUTO 6 SPEED MANUAL
Antrieb Typ RWD RWD
Breite (MM) 1838 1744
Länge (MM) 4548 4430
Höhe (MM) 1408 1433
0 - 60 MPH 4.5 SECs 4.8 SECs
Höchstgeschwindigkeit (KPH) 249 249
Aktueller Wert $ 105,000 $ 98,000
RENNEN Ja Ja
Gesamt- vs Durchschnitts-Rundenzeiten -3.5s -1.94s

BMW M240i Racing M240i Racing — Lap Times vs Average

Laufflächenabnutzung/MOD LEVEL Serienklasse/Leichtbauklasse S/L Mittel M Schwer/Rennen S/R
>200
141–200
100–140 -4.1s
0–99 -4.1s

BMW M235iR F22 M235iR F22 — Lap Times vs Average

Laufflächenabnutzung/MOD LEVEL Serienklasse/Leichtbauklasse S/L Mittel M Schwer/Rennen S/R
>200 -2.06s
141–200 -3.15s
100–140
0–99 -0.59s
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