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Wer ist schneller?

Der McLaren 765LT ist schneller — im Schnitt 1.8s flotter über 11 gemeinsame Strecken.

McLaren 720S vs McLaren 765LT: Ein LapMeta-Daten-Duell

Als McLaren den 720S präsentierte, setzte das Modell neue Maßstäbe im Supercar-Segment – mit tänzerischer Agilität und brutaler Geschwindigkeit. Sein Nachfolger, der 765LT, trat mit dem Versprechen an, noch fokussierter zu sein: mehr Leistung, weniger Gewicht, kompromisslose Fahrdynamik. Doch wie sieht es aus, wenn die Stoppuhr entscheidet? Basierend auf umfangreichen LapMeta-Daten zeigen wir, welches Woking-Geschoss wirklich überzeugt – und welches Modell das größere Adrenalinerlebnis pro investiertem Dollar bietet.

Rundenzeiten im Duell: Zahlen auf dem Tableau

Auf dem Papier wirkt der 765LT als das härter ausgelegte Gerät: 45 PS mehr, fast 30 Nm zusätzliches Drehmoment und rund 85 Kilogramm weniger als der 720S. Doch wie jeder Trackday-Enthusiast weiß: Spezifikationen erzählen nur die halbe Geschichte – entscheidend sind die Rundenzeiten.

Über zahlreiche Rennstrecken hinweg zieht der 765LT meist leicht am 720S vorbei – mal mit einem Wimpernschlag Vorsprung, mal mit deutlichem Abstand. Auf dem Anglesey Circuit-Trac Môn - Coastal CW gewinnt der 765LT hauchdünn mit 0,36 s (1:11,14 vs 1:11,5). Auf einer fahrtechnischen Herausforderung wie dem Laguna Seca wächst der Abstand: 1:31,39 für den 765LT (Serie) gegenüber 1:32,86 für den 720S (leichte Modifikationen) – das sind 1,47 Sekunden Differenz. Der Trend setzt sich fort am Fuji International Speedway - GP Circuit CW (1:46 vs 1:48,9): Hier distanziert der 765LT seinen Bruder um 2,9 Sekunden. Auch auf dem Auto Club Speedway - Road Course liegt er um 2,8 Sekunden vorne.

Doch der 720S ist keineswegs der ewige Außenseiter. Auf dem Lihpao International Circuit - 單圈紀錄 - G2 Circuit setzt ein serienmäßiger 720S eine beeindruckende 1:44,794 und bleibt damit satte 4,1 Sekunden vor dem 765LT (1:48,879) – ein Beleg dafür, dass Fahrer, Wetter und Setup jedes noch so klare Datenblatt auf den Kopf stellen können. Und auf dem Hockenheimring - GP holt sich der 720S mit 0,7 s Vorsprung erneut den Sieg vor dem 765LT.

Ingenieurskunst, Wertigkeit und Käuferperspektive

Beide Modelle setzen auf McLarens Monocage II aus Carbon, Hinterradantrieb und den bärenstarken 4,0-Liter-Biturbo-V8. Der 765LT jedoch schärft das Paket des 720S weiter: dünneres Glas, Polycarbonat-Scheiben, Titan-Abgasanlage sowie überarbeitete Aerodynamik. Das Resultat ist ein Auto, das chirurgische Präzision vermittelt – jede Lenkbewegung wird unmittelbar und mit vollem Vertrauen umgesetzt.

Der 720S bleibt der zugänglichere und alltagstauglichere – ein Skalpell mit Seidengriff. Er liefert atemberaubende Pace, verzeiht aber mehr am Limit. Ideal für Fahrer, die die Grenzen ausloten möchten, ohne unbedingt dauerhaft auf ihnen zu balancieren.

Beim Thema Wert gehen die Meinungen am deutlichsten auseinander. Der 720S startete bei rund 300.000 Dollar Listenpreis; heute werden gebrauchte Exemplare zum Teil deutlich unter Neupreis gehandelt – was ihn in der erlesenen Supercar-Liga zu einem echten Performance-Schnäppchen macht. Der 765LT hingegen ist mit seiner höheren Exklusivität, konsequenten Diät und aggressiveren Ausrichtung deutlich teurer, sowohl ab Werk als auch auf dem Gebrauchtmarkt. Wer auf absolute Rundenzeiten und Sammlerwert aus ist, findet im 765LT die logische Wahl. Für Enthusiasten, die ein unfassbar schnelles, vielseitiges Supercar suchen, das am Trackday fast alles alt aussehen lässt, bleibt der 720S nahezu konkurrenzlos.

Fazit: Die Wahl der Supercar-Waffe

Wer nach Zehnteln jagt und eine Sammlung um das schärfste Werkzeug der Marke McLaren bauen will, greift zum 765LT – LapMeta-Bestwerte und Ingenieurskunst sprechen für sich. Wer hingegen Wert auf Ausgewogenheit, Alltagstauglichkeit und eine breitere Bandbreite an Fahrleistungen legt, findet im 720S eine überragend komplette Maschine – die dem 765LT häufig dicht im Nacken sitzt und ihn, wie die Daten zeigen, stellenweise sogar austrickst.

Für Käufer ist die Frage weniger eine des „richtig oder falsch“, sondern wie man mit der Physik tanzen will. Sicher ist: Egal, wie die Wahl ausfällt, man lenkt ein Meisterstück britischer Ingenieurskunst – das aus jeder Runde ein Erlebnis macht.

Letztmals aktualisiert: Mar 12, 2026

Spezifikationen

Spezifikationen McLaren 720S 720S McLaren 765LT 765LT
Modelljahre 2017-2022 2021-2022
Pferdestärken 720 765
Drehmoment (N_M) 770 800
Zwangsinduktion Ja Ja
Gewicht (KG) 1,424 1,339
Leistung/Gewicht 0.51 0.57
Rank #14 #8
Bereifung 60 P ZERO™ TROFEO R
245/35/19 / 305/30/20
60 P ZERO™ TROFEO R
245/35/19 / 305/30/20
Motorbeschreibung 4.0 L M840T twin-turbocharged V8 4.0L Twin-Turbo V8 Gas
Getriebe 7-SPEED DUAL-CLUTCH 7-SPEED AUTOMATIC
Antrieb Typ RWD RWD
Radstand (MM) 2670 2670
Breite (MM) 1930 2045
Länge (MM) 4544 4600
Höhe (MM) 1196 1158
0 - 60 MPH 2.9 SECs 2.7 SECs
Höchstgeschwindigkeit (KPH) 341 330
Preis MSRP $ 301,500 $ 430,000
Aktueller Wert $ 252,500 $ 536,000
Gesamt- vs Durchschnitts-Rundenzeiten -9.45s -13.85s

McLaren 720S 720S — Lap Times vs Average

Laufflächenabnutzung/MOD LEVEL Serienklasse/Leichtbauklasse S/L Mittel M Schwer/Rennen S/R
>200
141–200 -8.78s
100–140 -9.79s
0–99 -9.79s -9.85s

McLaren 765LT 765LT — Lap Times vs Average

Laufflächenabnutzung/MOD LEVEL Serienklasse/Leichtbauklasse S/L Mittel M Schwer/Rennen S/R
>200
141–200
100–140 -13.19s
0–99 -12.14s -14.41s -15.67s
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