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Wer ist schneller?

Der Toyota GR86 ist schneller — im Schnitt 10s flotter über 12 gemeinsame Strecken.

Heritage-Turbo-Ikone vs. moderner Puristen-Coupé: Datenbasierter Vergleich

Stellt man den Subaru Impreza WRX STI Type RA GC8 und den Toyota GR86 auf dem Papier gegenüber, trifft man auf zwei Hecktriebler, die eine Generation, Philosophie und Herangehensweise an Fahrdynamik trennt. Der GC8 Type RA, ein turboaufgeladener, rallyegeprägter Klassiker, bringt 276 PS und das Motorsport-Gen der 90er-Jahre mit. Der GR86 ist Toyotas Antwort auf das moderne Fahrerauto: weniger Leistung (228 PS), dafür ein spontanes, saugmotor-typisches Ansprechverhalten und zeitgemäße Fahrwerksabstimmung. Beide versprechen Fahrspaß zum Greifen nah, doch die Performance-Daten fördern spannende Gegensätze zutage.

Rundenzeit-Duelle: Die Zahlen sprechen Klartext

Ein Blick in die LapMeta-Datenbank zeigt, wie der GR86 dem etablierten GC8 regelmäßig dicht auf den Fersen ist – und ihn in den meisten Fällen sogar hinter sich lässt. Auf dem Buttonwillow Raceway - 13CW fuhr der GR86 eine 1:56.9 (mittlere Modifikationen), während der Type RA mit 2:04.258 (starke Modifikationen) sein Bestes gab – das sind deutliche 7,4 Sekunden zugunsten des Toyotas, trotz Turbobums und umfangreicher Umbauten beim Subaru. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch am Bira Circuit - CW und Sodegaura Forest Raceway, wo der GR86 den Subaru um 4,8 bzw. 3,6 Sekunden hinter sich lässt.

Allerdings ist der GC8 nicht immer der Außenseiter. Auf dem Queensland Raceway - Sprint schafft ein stark aufgebauter Type RA eine 54.185 – und distanziert damit den GR86 mit mittleren Modifikationen (59.29) um über 5 Sekunden. Das ist ein Beweis dafür, dass mit dem richtigen Setup die Rallye-Gene und das drehmomentstarke Turboherz des Subaru weiterhin dominieren können. Solche Ergebnisse sind selten, verdeutlichen aber, welches Potenzial im GC8 mit Know-how und Aufwand steckt.

Auf schnellen Rennstrecken wie Laguna Seca und Sepang setzt sich dagegen der GR86 konsequent durch (mit 1,1 und 1,3 Sekunden Vorsprung), obwohl er auf weniger Modifikationen beruht oder – wie am Sepang – sogar in Serienausstattung antritt. Das unterstreicht die Balance des GR86 und wie modernes Chassis-Setup, Gewichtsverteilung und Grip ein eventuelles Leistungsdefizit locker kompensieren können.

Alltag & Besitz: Preis, Technik und Zielgruppe

Der Subaru Impreza WRX STI Type RA GC8 stand einst für das Nonplusultra der Homologationsmodelle: kompromisslos gewichtsreduziert, robust für die Rallye und gebaut für Hardcore-Enthusiasten. Sein aufgeladener Boxermotor liefert reichlich Drehmoment und macht ihn – mit Grip – zu einer echten Waffe. Doch die Zeiten haben sich geändert: Was früher ein Geheimtipp war, ist heute ein teures Sammlerstück und saubere GC8s wechseln meist weit über Listenpreis den Besitzer. Es ist ein Auto für Nostalgiker, die bereit sind, selbst zu schrauben, seltene Teile zu jagen und Eigenheiten in Kauf zu nehmen – für echtes „analoges“ Fahrerlebnis.

Im Gegensatz dazu steht der Toyota GR86 für den modernen, zugänglichen Sportwagen. Seine UVP liegt klar unter den meisten Turbo-Konkurrenten und dank seiner Zuverlässigkeit sowie einer treuen Fanbase hält sich der Wertverlust in Grenzen. Auch wenn der Sauger auf dem Papier zurückfällt, überzeugt das Chassis: berechenbar, fehlerverzeihend und bereit, dem Fahrer für sauberen Fahrstil viel zurückzugeben. Der GR86 ist eine Basis für Individualisten – schon Serie schnell (wie in Sepang zu sehen), aber mit riesigem Potenzial im Aftermarket ohne finanzielles Fiasko.

Im Kern verkörpert der Subaru seine Rallye-DNA wie kein Zweiter: Turbobums, kurze Übersetzung und ein Fahrwerk, das auf knackige Einlenkmanöver ausgelegt ist. Der GR86 setzt dagegen voll auf Balance – sein niedriger Schwerpunkt und annähernd perfekte Gewichtsverteilung machen ihn zum Präzisionswerkzeug auf der Strecke, vor allem für all jene, die ihre Fähigkeiten weiterentwickeln wollen.

Fazit: Die Wahl der Track-Waffe

Die Daten sprechen eine klare Sprache: Der Toyota GR86 ist auf heutigen Rennstrecken meist das schnellere und alltagstauglichere Gesamtpaket, vor allem wenn der Vergleich auf ähnlich vorbereitete Fahrzeuge fällt. Dennoch – der Subaru Impreza WRX STI Type RA GC8 glänzt immer wieder mit besonderen Momenten und kann, entsprechend modifiziert, die moderne Konkurrenz durchaus überraschen.

Wer rohe Nostalgie, Turbo-Gewalt und eine direkte Verbindung zur goldenen Rallye-Ära sucht, findet im GC8 nach wie vor das Maß der Dinge. Für Trackday-Fahrer aber, die ein modernes, zuverlässiges und direkt schnelles Auto suchen, das im Alltag unkompliziert bleibt, liegt der GR86 klar vorn. Beide sind Ikonen ihrer Spezies – doch die Stoppuhr spricht in diesem Duell für Toyotas neue Interpretation des analogen Sportwagens.

Letztmals aktualisiert: Mar 17, 2026

Spezifikationen

Spezifikationen Subaru Impreza WRX STI Type RA GC8 Impreza WRX STI Type RA GC8 Toyota GR86 GR86
Modelljahre 1993-1998 2022-2025
Pferdestärken 276 228
Drehmoment (N_M) 353 249
Gewicht (KG) 1,240 1,293
Leistung/Gewicht 0.22 0.18
Rank - #189
Bereifung 180 POTENZA RE-01R 300 PILOT SUPER SPORT
215/45/17
Motorbeschreibung turbocharged flat-four engine 2.4L 4-Cylinder Boxer Engine
Antrieb Typ AWD RWD
Radstand (MM) 2520 2576
Breite (MM) 1689 1775
Länge (MM) 4351 4265
Höhe (MM) 1405 1311
0 - 60 MPH 4.5 SECs 5.8 SECs
Höchstgeschwindigkeit (KPH) 241 225
Preis MSRP $ 14,858 $ 30,225
Aktueller Wert $ 45,000 $ 31,000
Gesamt- vs Durchschnitts-Rundenzeiten +2.45s +2.06s

Subaru Impreza WRX STI Type RA GC8 Impreza WRX STI Type RA GC8 — Lap Times vs Average

Laufflächenabnutzung/MOD LEVEL Serienklasse/Leichtbauklasse S/L Mittel M Schwer/Rennen S/R
>200 +4.33s +0.73s
141–200 +7.49s +3.87s -0.04s
100–140 +7.49s -4.43s
0–99 +6.16s -4.43s

Toyota GR86 GR86 — Lap Times vs Average

Laufflächenabnutzung/MOD LEVEL Serienklasse/Leichtbauklasse S/L Mittel M Schwer/Rennen S/R
>200 +8.52s +3.16s
141–200 +5.44s +1.39s -1.89s
100–140 +2.3s +1.04s -1.89s
0–99 -0.89s -0.89s
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